„Sport ist Mord“– für den Diabetes

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Körperliche Fitness ist eine der wirksamsten Waffen gegen einen möglichen Typ-2-Diabetes. Denn wer fit ist, ist auch organisch jünger, wiegt weniger und hat bessere Blutzuckerwerte.

In mehreren Millionen Deutschen schlummert die Zeitbombe Diabetes. Genetische Veranlagung, vor allem aber Übergewicht, eine schlechte Ernährung und mangelnde Bewegung sorgen dafür, dass sie laut und deutlich tickt. Dabei gibt es ein probates Mittel, um es nicht so weit kommen zu lassen: Sport.

Und das ist bei Weitem nicht so schweißtreibend, wie viele denken mögen. Sport bedeutet schlicht, sich regelmäßig in Maßen zu bewegen. Schon wer täglich eine Stunde flott spazieren geht, anstelle des Aufzugs die Treppe benutzt und das Auto für Besorgungen auch mal stehen lässt, sorgt für höheren Kalorienverbrauch, eine bessere Durchblutung und allgemein für einen besseren Stoffwechsel. Man wird leistungsfähiger, weniger stressanfällig und ausgeglichener.

Vor allem aber bessern sich die Blutwerte. Der Blutzuckergehalt ist niedriger, das Hormon Insulin kann besser arbeiten – das System Mensch ist insgesamt gesünder und belastbarer. Das beugt nicht bloß einem Diabetes vor. Es ist zudem die beste Prophylaxe gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Auch wenn die Blutzuckerwerte bereits auffällig hoch sind, kann die drohende Diagnose Diabetes dennoch oft vermieden werden: mit mehrmals wöchentlich Sport und einer gesunden Ernährung. Dazu muss aus einem Bewegungsmuffel längst nicht gleich ein Fitnessguru werden. Etliche Studien bringen es immer wieder an den Tag:
Wer sich drei- bis fünfmal pro Woche mindestens eine halbe Stunde anstrengend bewegt, senkt seinen Blutzuckerspiegel genauso nachhaltig, wie er Körperfett verliert. Fragt sich nur, welcher Sport ist für wen besonders geeignet? Das sollte jeder für sich selbst herausfinden. Um bei der Stange zu bleiben, steht der Faktor Spaß dabei an erster Stelle. Gut trimmt sich, wer mindestens eine Ausdauersportart betreibt (Radfahren, Schwimmen, Jogging, Walking oder Nordic Walking etc.).

Noch besser trimmt sich, wer dazu moderates Krafttraining auf dem Fitnessplan stehen hat (baut gezielt Muskeln auf und lässt Fett schwinden). Und am besten trimmt sich, wer neben dem Schwerpunkt Ausdauer und etwas Muskeltraining noch einen Sport treibt, der die Koordination und Beweglichkeit fördert (Beispiel: Fußball, Tennis oder Ski fahren).

  

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