Auf ein Wort – DIE PODOLOGIN

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■ Was genau macht ein Podologe?
Die podologische Therapie hat – außer dem Tätigkeitsbereich – nichts mit kosmetischer Fußpflege zu tun. Der Podologe verfügt über umfangreiches Wissen in Bezug auf Fußerkrankungen bzw. krankhafte Veränderungen, die er erkennt, behandelt und therapiert. Interdisziplinäre Zusammenarbeit in einem Netzwerk mit Ärzten, anderen Therapeuten und Orthopädieschuhmachern unterstützt die Arbeit des Podologen und ermöglicht so eine optimale Versorgung der Patienten. Natürlich gibt der Podologe auch Empfehlungen und Anleitung zur Pfl ege der Füße mit den entsprechenden Produkten (Cremes und Schäume etc.).

■ Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung in Vollzeit dauert zwei Jahre und berufsbegleitend drei Jahre. Sie endet nach erfolgreich bestandener Prüfung mit dem staatlich anerkannten Abschluss eines Therapieberufes.

■ Welche Voraussetzungen sind erforderlich?
Ein guter Realschulabschluss wäre wünschenswert. Freude daran, mit Menschen zu arbeiten, Einfühlungsvermögen und Geduld sowie gutes, handwerkliches Geschick sind von Vorteil.

■ Welche Aufgabenbereiche umfasst die Tätigkeit?
Die podologische Therapie befasst sich mit Erkrankungen rund um den Fuß in all seinen Erscheinungsformen, insbesondere die Behandlung des diabetischen Fußes. Dazu gehört das korrekte Schneiden der Nägel genauso wie das fachgerechte Entfernen der Hornhaut, Beseitigung von Hühneraugen, Hilfe und entlastende Maßnahmen bei Fehlstellungen der Zehen und Pflege der Haut.

■ Gibt es innerhalb der Podologie Spezialisierungen?
Die eigentliche Spezialisierung ist die Behandlung des diabetischen Fußes, was nur Podologen dürfen. Daher auch die bewusste Trennung von Therapie und Kosmetik. Die Ausbildung des Podologen beinhaltet auch das Erlernen von Spezialtechniken, wie das Anlegen einer bilateralen Orthonoxie-Spange beim schmerzhaft eingerollten Nagel, Druckentlastung und Reibungsschutz sowie das Anfertigen und Anpassen von Orthosen (dauerhafte, dem individuellen Problemfall angepasste Einlagen).

■ Wie findet man eine gute Fachkraft?
Die beste Werbung ist immer noch die Empfehlung durch zufriedene Patienten. Auch eine Anfrage bei der Krankenkasse oder die Suche im Telefonbuch kann hilfreich sein. Zusätzlich ist die Podologenliste noch eine Möglichkeit. Auch der Berufsverband „Deutscher Verband für Podologie (ZFD) e. V.“ kann hier Auskünfte geben.

■ Sind Podologen grundsätzlich niedergelassen oder arbeiten sie beispielweise auch als Angestellte in Krankenhäusern?
Podologen können sowohl selbstständig als auch als Angestellte arbeiten. Nicht alle Podologen sind niedergelassen.

■ Sind podologische Leistungen Kassenleistungen? Wem stehen sie zu?
Nicht grundsätzlich. Patienten, mit einem Diabetes-Fuß-Syndrom mit Polyneuropathie und/oder Angiopathie, haben ein Anrecht auf eine Verordnung.

   

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