Diabetes – So gelingt der Umstieg auf Insulin

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Bei Diabetes handelt es sich um eine fortschreitende Erkrankung, sodass sich die Therapie im Verlauf ändern kann. Insulin wird dann benötigt, wenn der Blutzucker-Langzeitwert HbA1c zu hoch ist und aufgrund der hohen Blutzuckerwerte Symptome wie Müdigkeit, Muskelschwäche und Depressionen auftreten.

Darüber hinaus sprechen ein lang andauernder Diabetes, (Verdacht auf) Typ-1-Diabetes, Infektionen, eine ungewollte Gewichtsabnahme durch die Ausscheidung von Zucker über den Urin sowie schmerzhafte Neuropathien und ein akuter Herz- infarkt für eine Insulintherapie. Vor allem dann, wenn bereits Schäden an den kleinen Blutgefäßen im Auge, in den Nieren oder Probleme an den Füßen oder Beinen vorliegen, muss die Einstellung verbessert und auf eine Insulintherapie umgestellt werden. Eine Insulintherapie trägt wesentlich dazu bei, das Risiko diabetischer Komplikationen zu reduzieren.

 

Bedenken wegen Insulin  sind meist unbegründet

Dennoch haben viele Diabetiker Angst vor der Umstellung. Es werden vielfach Bedenken hinsichtlich einer durch die Therapie eingeschränkten zeitlichen, örtlichen und sozialen Mobilität und Befürchtungen vor einer Gewichtszunahme und Abhängigkeit geäußert. Hinzu kommt die Angst, mit den Spritzen nicht zurechtzukommen.

Diese Sorgen sind jedoch meist unbegründet – im Gegenteil, viele Betroffene sind oft überrascht, wie schnell die Umstellung klappt und wie gut es ihnen danach geht. In der Regel fühlen sie sich wieder deutlich leistungsfähiger. Auch die Handhabung der Spritzen wird als einfach empfunden und der Einstich kaum gespürt, da Insulin in den Bauch gespritzt wird, wo sich viel weniger Nerven als an den empfindlichen Fingerspitzen befinden. Als negative Folge der Umstellung wird die Gewichtszunahme erwähnt, die durch Insulin zwar begünstigt werden kann, es kommt jedoch nicht zwangsläufig dazu!

 

Tipp: Um Vorurteile gegenüber Insulin abzubauen, kann es hilfreich sein, mit Betroffenen zu sprechen, die bereits seit Längerem Insulin spritzen. Therapie-Umstellungen können meistens ambulant erfolgen.

 

Wichtig: Selbstkontrolle des Blutzuckers

Ein Risiko der Insulintherapie ist die Unterzuckerung. Insulintherapierte Diabetiker müssen darüber genau aufgeklärt und instruiert werden und regelmäßig ihren Blutzucker messen. Moderne Geräte benötigen nur einen winzigen Bluttropfen und liefern rasch zuverlässige Ergebnisse. Die Häufigkeit der Messungen richtet sich nach der Art der Insulintherapie und dem Therapieziel.

 

Fazit

Eine gute Blutzuckereinstellung ist vor allem langfristig von enormer Bedeutung, denn optimale Werte senken das Risiko für Diabetes-Folgekrankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Augenerkrankungen deutlich.

 

 

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