An der Quelle: Wiesbaden

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Mondän und elegant ist Wiesbaden. Die hessische Landeshauptstadt, reizvoll gelegen zwischen Taunus und Rhein, darf sich zudem Weltkurstadt nennen.

 

Gleich 26 heiße, zwischen 49 und 66 Grad Celsius warme Thermalquellen, sprudeln in und um Wiesbaden aus bis zu 2.000 Metern Tiefe an die Oberfläche. (mehr Infos unter www.hessische-heilbaeder.de). Gut 2 Millionen Liter kommen da Tag für Tag zusammen. Eine Ausnahme ist der Faulbrunnen, mit einer Temperatur von nur 14 bis 17 Grad. Seinen Namen verdankt er dem Schwefelgehalt seines Wassers.

Bereits im ersten nachchristlichen Jahrhundert war Hessens Landeshauptstadt als Badeort beliebt, damals kurten vorwiegend Römer in ihren Thermalbädern. Sie nannten den Ort „Aquae mattiacorum“, so benannt nach dem damals in der Nähe siedelnden germanischen Stamm der Mattiaker. Seit dieser Zeit wird das Heilwasser gegen ganz unterschiedlichen Leiden eingesetzt, sowohl innerlich als Getränk oder äußerlich als Bad. Je nach Quelle hilft es eher gegen Rheuma und Arthrose oder gegen Hauterkrankungen. Dabei sind nicht alle Brunnen oder Quellen im Stadtbild sichtbar – kurioserweise sprudeln manche in Hauskellern hervor, einige treten praktischerweise direkt unter einem Hotel aus.      

 

„Casino Royal“

Wiesbaden war und ist ein Anziehungspunkt für allerlei Prominenz. Schon im vorletzten Jahrhundert kurten dort Kaiser und Könige. Nach und nach entstanden schöne Brunnenhäuser, edle Wandelhallen, prachtvolle Kolonnaden, herrliche Parks und prunkvolle Villen. In der Spielbank oder im Casino drehten und dreht sich noch heute die Roulettekugel. Der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski nannte die heute 275.000 Einwohner zählende Stadt in seinem Roman „Der Spieler“ sogar „Roulettenburg“. Wilhelm II. beauftragte höchstpersönlich den Bau des heute noch als Prunkstück wilhelminischer Architektur geltenden Kurbads mit seiner 21 Meter hohen Kuppel und der mit 129 Metern längsten Säulenhalle Europas. Ebenso vollständig erhalten ist das Kaiser-Friedrich-Bad. In diesem wunderschönen Jugendstilgebäude von 1910 befindet nach vollständiger Modernisierung ein Badehaus wilhelminischer Zeit mit allem, was eine moderne Therme von heute ausmacht. So lassen sich nach einem Aufenthalt in der Wellness-Saunalandschaft nebenan anschließend in der historischen Jugendstil- Schwimmhalle entspannt Runden drehen.

Das gut 4.400 Quadratmeter große Thermalbad Aukammtal sowie zahlreiche weitere Bäderzentren bieten von „A“ wie Aqua-Kurse über „M“ wie Massagen bis hin zu „W“ wie Wasseryoga so ziemlich alles, was Wellness und Kuren erlebenswert macht. 

Ein lohnender Kururlaub mit klassizistischem Flair und Jugendstilambiente.

 

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