Schöne Geschenke und ein Frohes Fest

©Romolo-Tavani_AdobeStockn

 

Schöne Geschenke …

… und ein Frohes Fest

 

Adventszeit – der Countdown läuft. Jetzt werden die Wohnungen festlich geschmückt und die Adventskalender aufgehängt. Nicht nur Kinder, auch Erwachsene öffnen täglich gerne ein Türchen und naschen ein Stück Schokolade.  Schwibbögen stehen auf den Fensterbänken, auf Balkonen und in den Vorgärten sind Nadelgewächse mit Lichterketten bestückt.  Beim Spaziergang durch die abendlichen Straßen blinkt, glitzert und leuchtet es überall, Neon-Schlitten mit Rentieren stehen auf Garagendächern, Weihnachtsmänner in Lebensgröße hängen vor den Fenstern an den Hausfassaden, Weihnachtslieder berieseln in den Geschäften dauerhaft die Kundschaft … Es ist wieder so weit –Weihnachten steht vor der Tür.

 

Am 24. Dezember wird die Geburt des Jesuskinds gefeiert. Viele Menschen gehen auch heute noch zur Mitternachtsmesse, selbst wenn sie ansonsten ihren christlichen Glauben nicht praktizieren oder Nicht-Christen sind. Dass wir Weihnachten als ein Fest mit Geschenken feiern, haben wir übrigens Martin Luther zu verdanken. Er verschob den damals üblichen Brauch, sich am Nikolausfest zu beschenken, auf Weihnachten.  Aber es dauerte eine ganze Weile, bis auch die römisch-katholischen Familien sich dem anpassten. Heute werden unter dem Weihnachtsbaum die Geschenke ausgetauscht und am Nikolaustag nur noch Kleinigkeiten in Stiefel oder Strümpfe gefüllt.

Wichtigstes Weihnachtssymbol ist der geschmückte Baum. Wo genau der Brauch des Weihnachtsbaums herkommt, ist nicht ganz klar. Zwar hatten immergrüne Pflanzen als Träger immerwährender Lebenskraft in vielen Kulturen und schon bei den Römern eine mystische oder rituelle Bedeutung, doch wann genau der erste Weihnachtsbaum, so wie wir ihn kennen, aufgestellt wurde ist nicht exakt zu datieren. Schon früh wurden bei hohen Festen geschmückte Bäume aufgestellt. Historische Quellen lassen vermuten, dass der Weihnachtsbaum etwa im 17. Jahrhundert aufkam. Zunächst in Kirchen, dann bei wohlhabenden Familien, denn Nadelbäume waren alles andere als Massenware und sehr teuer. Im 19. Jahrhundert begann der Weihnachtsbaum seinen Siegeszug um die Welt. Heute werden in vielen Nationen rund um den Globus Weihnachtsbäume mit Kerzen oder Lichterketten, Glas- oder Plastikkugeln, Süßem geschmückt. An tropischen Stränden, wo die Nadelbäume fehlen, darf es auch ruhig mal eine Palme sein. In Deutschland werden jedes Jahr zwischen 24 und 25 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. Schließlich ist jeder zweite Deutsche ein Weihnachtsfan, wie eine Sonderumfrage der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) im vergangenen Jahr ergab.

 

Es muss nicht immer Gänsebraten sein

Wie eine Studie, die im vergangenen Jahr von einem Discounter in Auftrag gegeben wurde, ergab, verbinden die Deutschen mit Weihnachten vor allem Besinnlichkeit. Und am liebsten feiern sie im engen Kreis der Familie. Nur 20 Prozent wollen an Weihnachten gerne mit vielen Menschen zusammen sein. Zum besinnlichen Fest gehört gutes Essen. Aber was steht auf dem Tisch?

Am Heiligabend geht es mit Würstchen und Kartoffelsalat oft noch recht bescheiden zu. Aber dann! An den Feiertagen wird aufgetischt. Und obwohl jeder weiß, dass die Gans ein fetter Vogel ist, der auch mit den traditionellen Beilagen – Rotkohl und Klößen – nicht bekömmlicher wird, kommt die klassische Weihnachtsgans immer noch regelmäßig auf den Festtagstisch. In den letzten beiden Monaten des Jahres werden die meisten Gänse und Enten gekauft und gegessen. Und wenn es kein Geflügel ist, dann kommt ein anderer Braten mit opulenten Beilagen auf den Tisch. Obwohl Fleisch heute bei sehr viele Menschen täglich auf den Tisch kommt, steht der Festtagsbraten traditionell hoch im Kurs.

 Da beim gemeinsamen Essen auch immer etwas mehr gegessen wird – in Gesellschaft schmeckt es einfach besser –, häufen sich an Weihnachten auch unangenehme Beschwerden. Noch während der Mahlzeit werden die ersten Gürtel ein Loch weiter geschnallt oder verstohlen die Köpfe am Hosenbund gelockert. Weihnachten ist bekanntermaßen nicht nur das Fest der Liebe, sondern auch des Völlegefühls, des

Sodbrennens und der Verdauungsprobleme. Ob das der Grund ist, warum Ende November der Verkauf von Spirituosen um etwa ein Fünftel ansteigt? Dazu sei gesagt: Ein Verdauungsschnaps nach fettem Essen oder zu Süßem behindert eher die Verdauung, als sie zu beschleunigen. Bei einem opulenten Festmahl wie dem Weihnachtsessen, sollte unbedingt auf das Trinken von genügend Flüssigkeit (beispielsweise Mineralwasser) geachtet werden. Völlegefühle und andere unangenehme Folgen lassen sich viel besser vermeiden, wenn das Festessen leicht ist. Edel kann es trotzdem sein, beispielsweise mit Fisch und Meeresfrüchten. Sie passen gut zu Gemüsen und Salaten und ihr Eiweiß ist leichter verdaulich. Das vermeidet Sodbrennen, Blähungen und Völlegefühl, freut Magen und Darm – und vor allen Dingen die Gans.

 

Frühzeitig planen

Weihnachten ist für viele das schönste Fest. Doch gerade dann, wenn alle endlich mal wieder zusammenkommen, hängt der Haussegen oft schief. Der Grund: Überforderung und Stress!

Besonders die Frauen sind gefordert, denn an ihnen bleibt ziemlich viel hängen. Das fängt bei der Auswahl und dem Verpacken der Geschenke an und hört beim Kochen des Festessens auf. 56 Prozent der befragten Frauen gaben in einer Umfrage an, dass Weihnachten für sie stressig sei. Dafür gibt es Lösungen: Frühzeitig planen, möglichst viel delegieren und locker bleiben.  Sollte man sich wirklich schon Anfang Dezember Gedanken über Weihnachten machen? Unbedingt! Denn frühzeitige Planung vermeidet Stress – und der führt ja bekanntlich zu Bluthochdruck und Verdauungsproblemen sowie weiteren Gesundheitsproblemen. Solange noch Zeit ist und alle noch Zeit haben, lässt sich Organisatorisches noch spannungsfrei diskutieren. Wo wird gefeiert? Wer wird eingeladen? Wer muss abgeholt werden? Wie werden die Aufgaben verteilt? Denn wenn das Fest für jeden entspannt sein soll, dann darf nicht alles an einer Person hängen bleiben. Delegieren ist der Schlüssel zur Stressreduktion. Außerdem muss nicht alles perfekt sein und es ist in der Regel auch nicht nötig, vor Weihnachten noch das ganze Haus und die Fenster zu putzen. Unwichtiges kann im neuen Jahr noch erledigt werden. Vielleicht ergibt sich bei den frühen Planungsgesprächen ja auch, dass eigentlich alle mal etwas anderes machen wollen, zum Beispiel mit der Familie verreisen. 

 

Wie wäre es mit einem Ortswechsel?

Jahreszeitenwechsel und Entspannung bieten Reisen in warme Regionen, beispielsweise nach Asien oder in die Karibik. Dort ist davon auszugehen, dass die Sonne täglich scheint und die Temperaturen hoch sind. Sie müssen allerdings weit im Vorfeld geplant werden, da häufig Impfungen erforderlich sind, bei denen Wartezeiten eingehalten werden müssen. Keine hundertprozentige Wettergarantie, aber dennoch angenehme Temperaturen und häufig einen blauen Himmel finden Weihnachtsflüchtlinge auch im Süden Europas und in Nordafrika. Der Vorteil – die Anreise ist wesentlich kürzer. Noch weniger anstrengend für den Organismus als ein Klimawechsel sind Wellnessreisen innerhalb Deutschlands und Österreichs, denn der Körper muss keinen Zeitunterschied verarbeiten oder einen Flug. Fast alle Regionen lassen sich mit dem eigenen Auto oder auch mit Bus oder Bahn erreichen. Trotzdem bietet die Reise einen anregenden Ortswechsel, Abstand zum Alltag und Weihnachtsrummel sowie jede Menge Raum, sich verwöhnen zu lassen. Viele hübsche Städte in landschaftlich reizvoller Umgebung sind – sowohl in Deutschland als auch bei unserem österreichischen Nachbarn – auf Verwöhnprogramme eingestellt. Fango, Sauna, Massagen, Whirlpool – der Stress geht, die Entspannung kommt. Und für die, die ganz tief im Herzen doch gerne noch

ein bisschen Weihnachtsgefühl hätten – in den verschneiten Bergen sind Sie genau richtig. Und passionierte Wintersportler können Ski oder Snowboard mit Wellness verbinden. Ganz stressfrei ist es, auch gleich über Silvester zu bleiben.

 

Der Verdauungsspaziergang an der frischen Luft

Bewegung an der frischen Luft regt sämtliche Stoffwechselprozesse an (vor allen Dingen die Verdauung!) und beugt dem Winterblues vor.  Auch bei bedecktem Himmel profitiert der Körper vom UV-Licht – die Vitamin-D-Produktion

wird angeregt, das Immunsystem angekurbelt und das Licht hebt die Stimmung. Halbstündige Waldspaziergänge senken den Blutdruck und aktivieren ebenfalls die Abwehrkräfte. Gerade an den Weihnachtstagen spricht nichts gegen einen „Verdauungsspaziergang“ nach dem Essen. Nach der Devise, dass es kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung gibt, ist auch Regen oder Schnee kein Argument, um zu Hause zu hocken. Mit der Aussicht auf eine Schneeballschlacht oder eine Schlittenfahrt lassen sich meist sogar Couch-Potatoes zu einem Ausflug überreden. Vielleicht ist es ja auch eine gute Gelegenheit, den neuen Anorak oder die selbstgestrickte Mütze einmal auszuführen. Anschließend gibt’s für die Eltern einen Glühwein und für die Kinder einen heißen Früchtepunsch mit viel Vitamin C. Das wärmt und schmeckt. Übrigens: Im Winter enthält die Außenluft sogar etwas mehr Sauerstoff als im Sommer!

 

Nicht zu vergessen – Eine Schöne Bescherung!

Weihrauch, Myrrhe und Gold legten die Heiligen Drei Könige dem Kind in die Wiege. Spielsachen, Unterhaltungselektronik, Bücher und Bekleidung legen sich die Deutschen heutzutage unter den Baum. Denn Weihnachten ist das Fest der Geschenke – 90 Prozent der Bevölkerung wollen jemandem an Weihnachten mit einem Geschenk eine Freude machen, das ermittelte die GfK 2016. Schaut man aber genauer hin, sind die Geschenke oft ganz schön einfallslos. Denn Geld und Gutscheine sind sehr beliebte Gaben. Das Argument, damit könne sich jeder dann selbst das kaufen, was ihm am besten gefalle, verrät aber eigentlich nur, dass sich der Schenker keine Gedanken gemacht hat oder keine machen wollte. Weil viele Wunschlisten immer länger werden und auch die Kleinen immer anspruchsvoller, greifen Verbraucher bei den Geschenken immer tiefer in die Tasche. Doch zunehmend regt sich auch Widerstand. Weil viele Geschenke nach dem Fest nutzlos in der Ecke stehen oder weggeworfen werden, überlegen sich immer mehr Menschen, ob sich mit dem Geld nicht etwas Sinnvolleres anfangen ließe. Anstatt den alljährlichen Konsum mitzumachen, reduzieren sie die Ausgaben für Unnötiges. Sie beschenken zwar noch die Kinder reichlich, sich selbst aber nur eine Kleinigkeit und spenden die restliche Summe, die sie für Weihnachtsgeschenke eingeplant hatten. Wenn Geschenke gemacht werden, dann sollen sie nützlich sein. Deshalb wird vieles geschenkt, was der Gesundheit dient. Die Auswahl in der Apotheke ist riesig und reicht von wärmenden Kirschkernkissen über Entspannungsbäder und Tees bis zu Körperwaagen oder Blutdruckmessgeräten. Wie wäre es also mit einem Kräutertee für Oma, einem Entspannungsbad für Mama oder einer Gesichtspflege für die Schwester? Und Papa freut sich bestimmt über ein schönes Massageöl, besonders wenn der Gutschein für die Rückenmassage gleich mit verschenkt wird. Fragen Sie Ihren Apotheker, er hat bestimmt noch ein paar gute Vorschläge. Viele der „gesunden“ Geschenke dienen auch der Entspannung. Und die ist während des Feiertagsstress besonders wichtig.

 

Zwischendurch mal entspannen

Hyggelig – das ist das dänische Pendant zum deutschen „gemütlich“. Wie macht man es sich angenehm, gemütlich, nett? Zum Beispiel mit schöner Beleuchtung. Entweder indem man das Licht dimmt oder Kerzen anzündet. Es gibt mittlerweile sehr schöne LED-Kerzen mit natürlich flackernder Flamme, die die Raumluft nicht mit Ruß belasten und die gefahrlos unbeaufsichtigt bleiben können. Sie sind übrigens auch ein schönes Weihnachtsgeschenk! Bequeme Kleidung, mit der man auf dem Sofa kuscheln kann, Zeit zum Lesen mit einem spannenden Schmöker, Tee trinken, ein schönes Duftbad nehmen, Musik hören, Freunde einladen …

Alles, was Freude macht, entspannt und der Seele guttut, trägt zur Gemütlichkeit bei. So gewinnen Sie dem Winter die besten Seiten ab. Und falls Weihnachten doch anstrengender war – zwischen den Jahren kann die Seele baumeln.

 

 

 

Startseite