Bad Tölz

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Bad Tölz: Das Beste aus zwei Welten

Das oberbayerische Bad Tölz bietet seinen Besuchern das Beste aus zwei Welten. Denn die mit dem Prädikat Luftkurort ausgezeichnete Stadt hat nicht nur viel städtisches Flair. Die Kurgäste und Touristen werden auch mit Natur, Kultur und Brauchtum sowie mit Erholung, Bewegung und Gesundheit verwöhnt. Kurz gesagt  findet sich in Bad Tölz alles, was Herz und Seele, Körper und Geist begehren.

 

Erstmals urkundlich um 1180 erwähnt, erhielt der Ort bald das Marktrecht und wurde – da direkt an der Isar gelegen – zum Zentrum der Flößer und Kistler mit ihren „Tölzer Kästen“, Truhen und Himmelbetten.  Ein weiteres starkes wirtschaftliches Standbein war das Brauereiwesen. Um 1700 existieren in dem Markt 22 Brauereien, die sogar die bayerische Hauptstadt München mit Bier belieferten.

 

Die heutige Bedeutung von Tölz als Heilbad geht auf das Jahr 1845 zurück. Damals entdeckte der Bauernknecht Caspar Riesch durch Zufall eine Jodquelle und legte damit den Grundstein für den Kurbetrieb. Rasch folgten der Bau von Bädern, einer hölzernen Wandelhalle sowie eines Kursaals. Der Tölzer Ortsteil mit dem vielsagenden Namen „Krankenheil“ erlebte einen rasanten Aufschwung. Bereits Mitte der 1870er- Jahre kamen über 1.000 Kurgäste nach Tölz. 1874 wurde der Ort an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Nach der zehn Jahre später erfolgten Elektrifizierung verfügte Tölz als einer der ersten Orte im Königreich Bayern ab 1888 über elektrische Straßenbeleuchtung und ab 1899 sogar über Telefone.

 

Gesundheit, Wellness und Tagungen

Nicht nur heute bestimmt der „Promifaktor“ die Attraktivität einer Ortschaft. Auch um die Jahrhundertwende sorgte er für zahlreiche „normalsterbliche“ Gäste. In Tölz, das 1899 zum Staatsbad erhoben wurde, sorgten dafür u. a. die Fürstin von Bismarck, Thomas Mann und Mark Twain. Der Münchner Architekt Gabriel von Seidl gab der Stadt schließlich ihr unverwechselbares Bilderbuchdesign, von dem sie noch heute profitiert.

Ausruhen können und wollen die Tölzer sich darauf aber nicht. Das heutige Tourismuskonzept des Heilbads hat die drei Schwerpunkte Gesundheit, Wellness und Tagungen. Die Ansiedlung neuer Hotels sowie der Bau einer Spa- und Wellnessanlage erschlossen Bad Tölz zusätzliche Zielgruppen. 2005 erhielt der Ort schließlich ein weiteres Prädikat als Moorheilbad.

 

Zwischen Karwendelgebirge und München gelegen bietet sich die hügelige Landschaft des Tölzer Voralpenlands zum Radfahren, leichteren Mountainbike-Touren, zum Wandern und zu Floßfahrten auf der Isar an. Im Winter locken zusätzlich  Schlittenrennen, im Frühjahr der Ostermarkt und natürlich der traditionelle Leonhardiritt hoch zu Ross. Hier können die Gäste – wie es im Motto von Bad Tölz heißt – ihre Freude am Leben und die Lust auf Natur in vollen Zügen ausleben.

 

 

 

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