Doch noch erwischt! Was tun?

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Doch noch erwischt! Was tun?

Der nasskalte Herbst ist überstanden, die ersten eisigen Wintertage auch. Mehr noch: Die Tage werden wieder länger und heller! Und doch fängt sich gerade jetzt noch manch einer eine saftige Erkältung ein.

Wer spürt, dass eine Erkältung im Anmarsch ist, kann sie vielleicht noch mit einem ansteigenden Fußbad aus der Kneipp’schen Wassertherapie stoppen, rät das Deutsche Grüne Kreuz. Dazu einen Eimer mit 37 Grad warmem Wasser füllen und beide Füße eintauchen. Nun nach und nach so lange heißes Wasser nachgießen, bis eine Temperatur von etwa 41 Grad erreicht ist. Das Ganze sollte nicht länger als 15 bis 20 Minuten dauern. Anschließend die Füße nur leicht trocken tupfen, warme Socken anziehen und 20 Minuten Bettruhe genießen. Das kurbelt nicht nur die Durchblutung – auch der Schleimhäute – an, sondern setzt einen Reiz, der das Immunsystem  stimuliert.

Die Schleimhäute sollten im Übrigen nicht nur gut durchblutet, sondern auch möglichst feucht sein, damit sie Viren besser bekämpfen bzw. aus dem Körper heraus befördern können. Dabei hilft: Viel trinken, regelmäßig stoßlüften und mit heißem Wasserdampf inhalieren. Zum Anfeuchten der Nasenschleimhäute sind auch Dampf- bäder mit Salzlösung oder ätherischen Ölen gut geeignet. Vorübergehend können auch Nasendusche und Nasensprays helfen, die Nase frei zu halten. Das ist vor allem für die Nacht wichtig, denn so sinkt die Gefahr, dass sich die Nebenhöhlen zusetzen und

entzünden.

 

Schonung für den Körper

Auch wer gleich beim ersten Kratzen im Hals oder Jucken in der Nase Zinkpräparate lutscht oder trinkt, kann eine kommende Erkältung zumindest verkürzen, wie eine Studie des internationalen Wissenschaftsnetzwerks Cochrane aus dem Jahr 2013 belegt. Denn das Schwermetall hilft dem Immunsystem, Krankheitserreger zu „vergiften“.

Was selbstverständlich sein sollte: Wer eine Erkältung auskuriert, sollte den Körper schonen und eine Zeit lang auf Sport und übermäßige Anstrengungen verzichten  – ebenso auf das Rauchen von Zigaretten, denn das würde die geschundenen Schleimhäute zusätzlich reizen.

 

Ist die Erkältung schon richtig ausgebrochen, empfiehlt das Grüne Kreuz pflanzliche Arzneien wie beispielsweise Präparate mit Myrtol bzw. Cineol aus Eukalyptus oder Arzneien mit Senfölen aus Kapuzinerkresse und Meer- rettich, Primelextrakte bei akuter Nebenhöhlen-Entzündung und Bronchitis. Gegen Husten helfen Thymian-Efeu- und Thymian-Primelwurzel-Präparate oder eine Pelargonium-Zubereitung. Verschiedene schleimlösende Medikamente und eine ausreichende Flüssigkeitsmenge erleichtern das Abhusten.

 

Und wenn das alles nichts hilft? Dann ist Zeit für einen Arztbesuch. Nach ein bis maximal zwei Wochen ohne merkliche Besserung sollte ein Mediziner abklären,  ob hinter den Beschwerden mehr steckt als ein normaler Infekt – und die Krankheit dann entsprechend behandeln.

 

 

 

 

 

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