Unser täglich Gift-2

Sind Fipronil und Glyphosat nur die Spitze eines Eisbergs? „Unser täglich Gift. Pestizide – die unterschätzte Gefahr“ von Johann G. Zaller erscheint im März bei Deuticke

Ob Äpfel, Wein oder Kartoffeln, ob beim Essen oder auf Reisen – nicht mit Pestiziden in Kontakt zu kommen, ist für den Menschen unmöglich geworden. Doch wie gut kennen wir diese Substanzen? Wie streng werden sie getestet? Und welche Nebenwirkungen haben sie für Umwelt und Menschen? Fragen rund um diese Themen geht der Ökologe Johann G. Zaller in seinem neuen Sachbuch „Unser täglich Gift. Pestizide – die unterschätzte Gefahr“ nach. Es erscheint am 12. März 2018 im Deuticke Verlag.

 

Seit circa 50 Jahren setzt die konventionelle Landwirtschaft auf die massenhafte Verwendung von Pestiziden und die Nachfrage steigt bis heute weltweit. Allein in Deutschland werden hier etwa 4.000 Tonnen eingesetzt, allen voran im Apfelanbau. Hinzu kommen Unternehmen wie die Deutsche Bahn, die mit jährlich etwa 70 Tonnen Glyphosat hierzulande der zweitgrößte Verbraucher von Herbiziden ist. Doch niemand kann heute seriös sagen, wie weit die Chemikalien Gesundheit und Natur wirklich belasten, wendet Johann G. Zaller ein.

Warum muss ein deutscher Agrochemiekonzern Südtiroler Weinbauern Entschädigungen zahlen, nachdem die Pflanzenschutzmittel zu erheblichen Ernteausfällen geführt haben? Warum ist bei französischen Weinbauern Parkinson als Berufskrankheit anerkannt? Und wie verhält es sich mit den 25 Prozent auf dem Markt befindlichen Pestiziden, die Fälschungen sind? Unterdessen werden Grenzwerte seit Jahren nach oben korrigiert und wir alle tragen Spuren von Pestiziden in unseren Körpern. Einen Apfel vor Verzehr zu waschen, bringt bei systemisch wirkenden Substanzen leider wenig.

Johann G. Zaller beleuchtet die Diskussion wissenschaftlich und prüft die Argumente pro und contra auf ihren Wahrheitsgehalt. Er zeigt zunächst, wo und in welchem Umfang Pestizide verwendet werden, um dann einen Einblick in den Forschungsalltag zu geben. Darüber hinaus erklärt er, warum der Einsatz von Pestiziden ein Verlustgeschäft ist.

Ausführlich diskutiert er die Frage, ob die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung ohne Pestizide möglich ist. Mit der Publikation will Zaller die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren und der Politik klarmachen, dass akuter Handlungsbedarf zum Wohl der Umwelt und der Gesundheit der Menschen besteht.

Johann G. Zaller, geboren 1968, Ökologe an der Universität für Bodenkultur Wien mit internationaler Forschungserfahrung in der Schweiz, Deutschland, Argentinien und den USA, erforscht mit seinem Team seit Jahren Pestizide und deren Nebenwirkungen. Er veröffentlichte zahlreiche internationale Publikationen und ist Mitherausgeber mehrerer wissenschaftlicher Zeitschriften. Zaller ist Experte der Österreichischen Biodiversitätskommission und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des WWF
Österreich.

Johann G. Zaller
Unser täglich Gift
Pestizide – die unterschätzte Gefahr
2018, Originalausgabe.
Flexibler Einband, 240 Seiten.
Deuticke Verlag
ISBN 978-3-552-06367-9
ePUB-Format
ISBN 978-3-55 2-06374-7
€ 20 [D]
Erscheint am 12. März 2018.

 

 

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