Vergesslichkeit ist (fast) normal

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Vergesslichkeit ist (fast) normal

Kennen Sie das? Sie haben gerade einen Film gesehen, der Sie sehr beeindruckt hat, und wollen Ihren Freunden begeistert davon erzählen. Und plötzlich können Sie sich weder an Namen des Hauptdarstellers noch an den Filmtitel erinnern. Kein Grund zur Panik! Es ist normal, hin und wieder Dinge zu vergessen. Und leider nimmt die normale Vergesslichkeit im Alter zu.

 

Wie der Körper, so altert auch der Geist. Es muss aber nicht immer am Alter liegen. Stress und Schlafmangel können das Erinnerungsvermögen ebenfalls beeinträchtigen. Das betrifft dann auch Menschen, die noch lange nicht fünfzig sind. Sie machen sich natürlich weniger Gedanken darüber, ob bei ihnen Demenz die Ursache sein könnte. Ältere Semester befürchten dagegen häuf ig das Schlimmste. Es stellt sich also die berechtigte Frage, wann Vergesslichkeit ein Fall für den Mediziner ist und was dann untersucht werden sollte.

 

Wann zum Arzt?
Wenn nicht nur der Hausschlüssel ständig verlegt wird, sondern die Merkfähigkeit grundsätzlich den Alltag erschwert, dann ist das ein Fall für den Arzt. Können Faktoren wie Stress, Schlafmangel oder extreme psychische Belastungen ausgeschlossen werden, wird er zunächst sämtliche weiteren Möglichkeiten abklopfen. Dazu gehören Vitamin- oder Flüssigkeitsmangel, denn ältere Menschen trinken oft zu wenig oder ernähren sich nicht mehr optimal. Auch diese vermeintlich „harmlosen“ Ursachen können zu Vergesslichkeit und Konzentrationsmangel führen. Ebenso beeinf lussen manche Medikamente das Gedächtnis, genau wie Depressionen, Schilddrüsenprobleme oder Erkrankungen des zentralen Nervensystems.

Charakteristisch für eine beginnende Demenz ist vor allen Dingen eine Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses und dies in Verbindung mit einer schwindenden Alltagskompetenz. Das bedeutet beispielsweise Schwierigkeiten beim Einkaufen oder Orientierungsprobleme auf dem Heimweg.

 

 

 

 

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