Schlaganfall. Männer häufiger …

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Schlaganfall. Männer häufiger betroffen als Frauen?

Schlaganfall gilt als Männerdomäne. Doch nach Angaben der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft liegt der Frauenanteil bei den rund 270.000 Menschen, die jährlich in Deutschland an einem Schlaganfall erkranken, bei  55 Prozent. Ihr Anteil ist in der Gesamtgruppe größer, da sie in der Regel älter werden.

 

Ein Schlaganfall entsteht, wenn im Gehirn eine Durchblutungsstörung auftritt. Dadurch werden bestimmte Gehirnbereiche nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und sterben ab. Ursache kann ein verstopftes oder geplatztes Blutgefäß sein. Plötzliche Kopfschmerzen, Schwindel, Sprach-, Seh- oder Empfindungsstörungen, Lähmungen sowie Bewusstseinstrübungen gehören zu den Symptomen. Diese Anzeichen sind ein Fall für den Notarzt.

 

Ein unauffälliger Herzdefekt kann zum Schlaganfall führen

Neben den bekannten Risikofaktoren wie Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Bluthochdruck, kann auch ein bis dahin unauffälliger Herzdefekt für einen Schlaganfall verantwortlich sein. Das sogenannte offene Foramen ovale (PFO) ist eine kleine Öffnung zwischen den beiden oberen Herzkammern. Diese vorgeburtliche Öffnung des Herzens, die der Versorgung des Fötus dient, schließt sich normalerweise nach der Geburt und bildet eine solide Wand.

Aber bei etwa 25 Prozent der Bevölkerung ist das nicht der Fall. Meist ist das Löchlein klein und verursacht keine Beschwerden. Doch weil es den normalen Blutkreislauf im Herzen verändern kann, stellt es ein Risiko für einen Schlaganfall dar. Denn durch die Öffnung kann sauerstoffarmes Blut sozusagen über eine „Abkürzung“ und unter Umgehung der Lunge direkt wieder in den Körperkreislauf gelangen. Und damit auch etwaige Blutgerinnsel, die normalerweise in der Lunge herausgefiltert oder gestoppt worden wären. Ein Blutgerinnsel, das so ins Gehirn gelangt, kann zum Schlaganfall führen.

 

Minimalinvasiver Eingriff kann PFO beseitigen

Bei manchen Risikopatienten lässt sich das PFO in einem minimalinvasiven Eingriff verschließen. Dabei wird über ein Blutgefäß ein kleines zusammengefaltetes Implantat bis zur Öffnung im Herzen eingeführt. Dieser sogenannte Okkluder besteht aus einem feinen Geflecht, das sich an Ort und Stelle in seine ursprüngliche Form entfaltet und die offene Stelle wie ein Schirmchen verschließt.

 

Vorbeugen ist besser als heilen

Ein hohes Schlaganfallrisiko ist auch eine Frage des  Lebensstils. Um Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu vermeiden, sollte auf Nikotin ganz und Alkohol weitgehend verzichtet werden. Ausgewogene Ernährung,  tägliche Bewegung und ein normales Gewicht senken das Schlaganfallrisiko.

 

Weitere Informationen unter: www.schlaganfall-hilfe.de, www.vermeide-schlaganfall.dewww.gesundheitsberater.de

 

 

 

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