Zecken sind Frühaufsteher

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Zecken sind Frühaufsteher

Die Zeckenaktivität beginnt viel früher, als viele Menschen denken. Denn die Blutsauger werden bereits ab einer Temperatur 7 Grad Celsius aktiv. Deshalb ist man sogar im Winter bei milden Temperaturen nicht vor Zeckenstichen geschützt.

 

Zeckenstiche sind deshalb so gefährlich, weil die Spinnentiere über ihren Speichel, mit dem sie die Einstichstelle betäuben, Krankheitserreger übertragen können. Weltweit werden mehr als 50 verschiedene Erkrankungen durch von Zeckenstiche verursacht. In Deutschland sind es vor allem FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und Borreliose. Jedes Jahr weist das Robert-Koch-Institut die FSME-Risikogebiete aus und jedes Jahr kommen neue Regionen dazu. Langsam, aber sicher dehnen sich die Risikogebiete zunehmend von Süden nach Norden aus, auch in immer höhere Lagen.

Menschen, die in einem Risikogebiet leben, wird eine FSME-Impfung und deren regelmäßige Auffrischung empfohlen. Denn eine Erkrankung kann schwere neurologische Schäden nach sich ziehen. Und nur die Impfung schützt: Gegen FSME helfen weder Antibiotika noch Medikamente. Anders bei der Borreliose. Gegen sie gibt es keine Schutzimpfung, im Erkrankungsfall kann aber mit Antibiotika therapiert werden, wobei die Behandlung langwierig sein kann.

Weg mit dem Vieh! Aber wie?
Keinesfalls sollte man versuchen, die Zecken mit Klebstoff oder Öl zu ersticken. Sie wird am besten mit einer Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange entfernt. Ob man die Zecke zieht oder dreht, spielt keine Rolle. Viel wichtiger ist, dass die Zecke VORSICHTIG entfernt wird, sodass sie weder abreißt noch zerquetscht wird. Dabei muss sie so nah wie möglich an der Stichstelle ergriffen werden.

 

 

 

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