Fußpilz – Dem Erreger auf der Ferse

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Fußpilz – Dem Erreger auf der Ferse

Fußpilzerkrankungen sind sehr weit verbreitet: Die meisten Studien und Schätzungen kommen zu dem Schluss, dass bis zu 30 Prozent aller Erwachsenen in den westlichen Industrienationen an Tinea pedis, wie Fußpilz im medizinischen Fachjargon genannt wird, erkrankt sind. Die allermeisten Erkrankungen gehen dabei auf Dermatophyten zurück, genauer gesagt auf den Fadenpilz Trichophyton rubrum. Seltener sind Hefe- oder Schimmelpilze die Verursacher einer Fußpilzerkrankung: Sie sind lediglich für rund ein Viertel der Pilzinfektionen verantwortlich.

 

Egal ob Faden-, Schimmel- oder Hefepilz – alle Pilze lieben es feucht und warm. Das Problem: Allzu oft bietet die menschliche Haut wenigstens stellenweise genau dieses Biotop, z. B. in der Achselbeuge, in der Leistengegend oder eben an den Füßen. Doch der menschliche Körperverfügt auch über Abwehrmechanismen. Der erste solche Mechanismus ist der Säureschutzmantel der Haut. Die Konzentration dieses sogenannten Hydrolipidmantels wird mit dem berühmten pH-Wert angegeben. Ist der Säureschutzmantel intakt, d. h. liegt der pH-Wert bei 5,5, dann haben es Krankheitserreger schwer, die Haut zu besiedeln. Der zweite Schutzmechanismus ist die Hautflora, die aus bestimmten Bakterien und Pilzen besteht, die uns aber keineswegs schaden. Denn diese „Mitbewohner“ verteidigen ihr Revier, unsere Haut, vor unerwünschten Neuankömmlingen wie Fußpilzsporen. 

 

Doch manchmal versagen alle Abwehrmechanismen und dem Pilz gelingt es, ganz buchstäblich Fuß zu fassen. Dies geschieht, wenn der Pilz Hyphen ausbildet, die in die Oberhaut eindringen und dort ein Pilzgeflecht bilden. Leichtes Spiel hat er beispielsweise, wenn die Haut durch anhaltende Feuchtigkeit aufgeweicht, die Haut wundgerieben und verletzt oder die körpereigene Immunabwehr angeschlagen ist. So leiden zum Beispiel auch 70 Prozent aller Diabetiker aufgrund einer lokal geschwächten Immunabwehr wegen Durchblutungsstörungen an Fußpilz.

 

Bekämpft wird Fußpilz mit sogenannten Antimykotika. Bei mäßigem Pilzbefall reicht meist eine äußerliche Anwendung. Bei starkem Befall kann aber auch eine orale Einnahme notwendig sein. Um dem Pilz schnell und endgültig den Garaus zu machen, sollte man sich bei der Behandlung immer genau an die Verordnung des Arztes bzw. des Apothekers halten. Nur so ist gewährleistet, dass Sie beim Kampf gegen den hartnäckigen Fußpilz nicht auf der Stelle treten!

 

 

 

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