Schulanfang mit Diabetes

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Schulanfang mit Diabetes

In Deutschland leiden etwa 25.000 Kinder und Jugendliche unter  18 Jahren an Diabetes. Für eine optimale Betreuung in Schule und Hort bedarf es einer guten Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern.

 

Kinder mit einer gesundheitlichen Einschränkung bzw. einer chronischen Krankheit wie Diabetes sollen nach Möglichkeit ganz normal am Schulunterricht, am Sport oder an Klassenfahrten teilnehmen können und sich dabei sicher und wohlfühlen. Gerade für Schulanfänger und deren Eltern stellt dies zunächst eine Herausforderung dar – und auch für Mitschüler und Lehrer. Schließlich müssen auch in der Schule der Blutzucker regelmäßig gemessen und Insulin verabreicht werden, was für die meisten Menschen anfangs ungewohnt ist.

 

Umso wichtiger ist, die Lehrer und den Schularzt früh- zeitig, idealerweise schon vor der Einschulung intensiv zu informieren. Und sie hinsichtlich möglicher Szenarien und Lösungsansätze zu schulen, damit Notfallsituationen rechtzeitig erkannt und verhindert werden können. Hilfreich dabei ist ein internes Informationsblatt zum Thema Kinder und Jugendliche mit Diabetes in der Schule.

 

Wird bei einem Schüler mit Diabetes ein bedrohlicher Zustand beobachtet, wie z.B. eine Unterzuckerung, ist ein Lehrer verpflichtet, zu helfen und im Rahmen der Möglichkeiten Notfallmaßnahmen zu ergreifen. Notwendig sind grundsätzlich die Angabe der Telefonnummern der Eltern, des behandelnden Arztes und einer Klinik in Schulnähe. Grundsätzlich muss aber klar berücksichtigt werden, dass Lehrkräfte medizinische Laien sind.

 

Wichtig zu wissen: Der Staat muss bei Bedarf für ein Kind mit Diabetes in Kindergarten oder Schule die Kosten einer Begleitperson übernehmen, wenn dies für die Teilnahme am Unterricht, Klassenfahrten oder für das Schullandheim erforderlich ist, unabhängig vom Einkommen.

 

 

 

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