Verstopfung: Ein heikles Thema

©Thomas-Sölner_AdobeStock

 

Zugegeben: Der tägliche Stuhlgang ist kein Partythema, aber 5 bis 15 Prozent der Bundesbürger leiden nach Expertenschätzungen regelmäßig unter Verstopfung.

 

Hart und unflexibel wird der Stuhl vor allem dann, wenn Ballaststoffe oder Wasser fehlen. Dann wird es für den Darm schwieriger, ihn in wellenförmigen Bewegungen voranzudrücken und auszuscheiden. Einer Verstopfung lässt sich mit ballaststoff- und f lüssigkeitsreichen Ernährung vorbeugen, ebenso mit Bewegung, die mit dem gesamten Körper auch den Darm in Wallung bringt. Darüber hinaus braucht der Darm aber auch eine gewisse Regelmäßigkeit. Kommt der gewohnte Zeitplan durcheinander – Stichwort Reise – klappt alles oft nicht mehr so gut. Auch wer seinen Stuhl einhält z. B. weil es zeitlich gerade nicht passt oder er sich vor der Toilette ekelt, begünstigt damit eine Verstopfung. Schließlich können bestimmte Medikamente oder eine Schwangerschaft auch Verdauungsprobleme auslösen.

Gut gegen Verstopfung sind Bewegung, ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie Müsli, Salat, Obst und Gemüse, sowie ausreichend trinken. Reicht das nicht, helfen Quellmittel wie beispielsweise Flohsamenschalen, ebenso probiotische Getränke oder Milchzucker. Menschen über 60 sollten allerdings mit Flohsamen vorsichtig sein. Sie haben häufi ger als jüngere kleine Ausstülpungen an der Darmwand (Divertikel), in denen sich die Samen festsetzen könnten. Hier können Abführmittel die bessere Alternative sein. So regt auch der Wirkstoff Macrogol durch Quellvorgänge die Darmbewegung an und macht den Stuhl obendrein weicher. Ebenso fördert Bisocadyl die Darmbewegung, wirkt aber stärker abführend. Weil das Quellen Flüssigkeit bindet, ist es wichtig, dazu viel zu trinken – am besten in Form von Wasser oder auch einer isotonischen Lösung.

 

 

 

Startseite