Freiraum zum Luftholen

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Freiraum zum Luftholen

Wenn die Erkältungszeit jetzt langsam ausklingt, haben viele wieder mehr Freiraum zum Atmen. Davon können manche Asthmatiker oder Patienten mit einer chronisch obstruktiven Bronchitis (COPD) allerdings nur träumen. Früherkennung mit schneller Therapie sowie eine gesunde Lebensweise helfen aber, selbst dann Freiraum zum Luftholen zu behalten.

 

Auch wenn sie unserem Körper ganz schön zusetzen können, sind Erkältungskrankheiten in der Regel harmlos. Denn sie verschwinden nach relativ kurzer Zeit und hinterlassen auch meist keine Folgen. Menschen, die an einer Allergie wie etwa Heuschnupfen leiden, haben es da schon schwerer. Sie müssen die entsprechenden Blütenpollen meiden und durch regelmäßiges Waschen von Haaren und Kleidung dafür sorgen, dass sie sich diese nicht buchstäblich selbst ins Haus tragen. Auf alle Fälle aber sollten sie einen Arzt aufsuchen, der die Krankheit beobachtet. Denn unbehandelt können aus Allergien  und aus den Folgen des Rauchens schwere chronische Erkrankungen der Atemwege wie etwa Asthma oder COPD entstehen, die dann zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität führen.

 

Kommen zum Beispiel zum Heuschnupfen Husten oder Atemnot hinzu, ist der rechtzeitige Gang zum Arzt besonders wichtig. Dieser kann ein beginnendes Asthma ausschließen oder feststellen und dann rasch mit der Therapie dieser chronisch entzündlichen Erkrankung der Atemwege beginnen. Je früher die Patienten eine solche Behandlung bekommen, desto besser kann es ihnen gelingen, das Asthma im Griff zu halten. Dass man die Krankheit nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte, zeigen schon die steigenden Zahlen der Erkrankten. Allein in Deutschland leiden mehr als 2,7 Millionen Erwachsene und fast 700.000 Kinder und Jugendliche darunter. Die Dunkelziffer dürfte noch wesentlich höher sein. Gut behandelt können die Betroffenen aber ein Leben fast ohne Einschränkungen genießen.

 

Frühe Behandlung ist auch bei einer chronisch obstruktiven Bronchitis wichtig, die oft als Folge des Rauchens auftritt. Davon sind nicht nur 15 von 100 Deutschen über vierzig Jahre betroffen, die COPD gehört neben Herzinfarkt und Schlaganfall auch zu den häufigsten Todesursachen in Europa. Je früher sie aber erkannt wird, desto besser ist sie auch therapierbar. Unbehandelt kann die Lebenserwartung dagegen um mehrere Jahre sinken. Dass neben Medikamenten das sofortige Aufhören mit dem Rauchen nötig ist, versteht sich fast von selbst. Verbunden mit einer Änderung der Lebensweise mit Bewegungstherapie und ausgewogener Ernährung kann der Krankheitsverlauf nach einer Früherkennung in der Regel günstig beeinflusst werden.

 

Wenn ein hartnäckiger Husten sich länger als gewöhnlich hält,  gibt es also viele gute Gründe dafür, einen Arzt aufzusuchen. Denn erkannte Gefahr ist vielleicht nicht immer völlig gebannt; sie kann aber durch die Einleitung der richtigen Maßnahmen deutlich reduziert werden. Auch hier gilt die Regel, dass der frühe Vogel den Wurm fängt. Und dieses Bild passt doch auch sehr gut zum Wonne- und Frühlingsmonat Mai.

 

 

 

 

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