Rechte im Beruf für Diabetiker

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Rechte im Beruf für Diabetiker

Menschen mit Diabetes ohne schwerwiegende Folge- und Begleitkrankheiten beziehungsweise Komplikationen können grundsätzlich nahezu alle Berufe ausüben. Allerdings gibt es einige wenige Tätigkeiten, die nicht oder weniger gut für Diabetiker geeignet sind.

 

So ist es problematisch, wenn sich Diabetiker selbst oder auch andere Menschen durch eine Hypoglykämie (Unterzuckerung) gefährden. Das betrifft die berufliche Personenbeförderung mittels Bus, Taxi, Flugzeug, Überwachungsfunktionen im Straßen-, Bahn-, Luftverkehr sowie auch Arbeiten mit Absturzrisiko (z.B. Dachdecker). Bereits weniger ausgeprägte Hypoglykämien können die Leistungsfähigkeit einschränken. Das Risiko für eine Unterzuckerung kann jedoch stark reduziert werden: durch Anpassung der Therapie gemeinsam mit dem Arzt, die Anpassung der Nahrungs- und Insulinzufuhr an die jeweilige Lebenssituation, eine Erhöhung der Anzahl an Blutzuckermessungen und durch zusätzliche Schulungen. Auch durch die Einhaltung von Arbeitsschutzvorschriften und optimierte Arbeitsabläufe können etwaige Gefährdungen verringert werden.

BEWERBUNGSGESPRÄCH UND ARBEITSPLATZ
Arbeitnehmer können im Bewerbungsgespräch und im bestehenden Arbeitsverhältnis in in den meisten Fällen selbst entscheiden, ob sie Arbeitgeber und Kollegen über ihre Krankheit informieren. Wer als Diabetiker einen Schwerbehindertenausweis besitzt, hat einige Sonderrechte, wie zum Beispiel Kündigungsschutz und Sonderurlaub. Daher sollte abgewogen werden, mit dem Arbeitgeber über die Krankheit zu sprechen. Diabetiker haben kein Recht auf Sonderpausen z.B. für das Messen des Blutzuckers. Öffentliche Messungen können z.B. im Gastronomie- und Servicebereich untersagt sein. Es sollte bedacht werden, dass ein offener Umgang mit der Erkrankung sinnvoll sein kann, damit das Umfeld im Notfall gegebenenfalls Erste Hilfe leisten kann.

 

 

 

 

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