Herpes geht auch unter die Gürtellinie

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Herpes geht auch unter die Gürtellinie

Herpesbläschen am Mund treten häufig auf und machen sich immer dann breit, wenn die Abwehrkräfte nicht auf der Höhe sind. Kein Wunder, denn 90 Prozent aller Erwachsenen tragen ein Herpes-Virus in sich.

 

Doch Herpes schlägt auch an anderen Stellen zu. Besonders unangenehm ist eine Herpes-simplex-genitalis-Infektion. Risikofaktoren sind – wie auch bei Lippenbläschen – ein herabgesetztes Immunsystem aufgrund von Infektionen, UV-Strahlung oder Stress.

Herpes simplex genitalis tritt an den Geschlechtsteilen auf und gehört zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen. Wie auch der Lippenherpes wird er durch Schmierinfektion übertragen, in diesem Fall durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Schon winzige Verletzungen der Schleimhaut reichen aus und die Viren bahnen sich ihren Weg in den Körper. An Vagina und Penis treten die Bläschen besonders häufig auf, extrem ansteckend ist die Phase, in der die Bläschen platzen, denn die austretende Flüssigkeit enthält besonders viele Viren. Durch die kleinen Hautschäden kann es zu einer zusätzlichen bakteriellen Infektion kommen. Ein Herpes genitalis wird in der Regel nicht über die Haut mit Cremes zum Auftragen, sondern von innen behandelt, indem antivirale Medikamente eingenommen oder gespritzt werden. Bis die Erkrankung abgeheilt ist, kann es bis zu drei Wochen dauern.

Übrigens: Die Viren können bis zu 48 Stunden außerhalb des Körpers überleben, weshalb auch Kondome, Unterwäsche oder Sex-Toys eine Infektionsquelle sein können.

 

 

 

 

 

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