Erst Schnupfen, dann Lungenentzündung!

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Erst Schnupfen, dann Lungenentzündung!

So wie alle Jahre wieder das Weihnachtsfest ins Haus steht, zwingt uns auch annähernd jedes Jahr zumindest einmal eine Erkältung in die Kissen – und zwar meist im Winter. Gut, wenn es dann bloß ein harmloser Schnupfen ist, den man häufig bereits mit ein paar wenigen Hausmitteln problemlos behandeln kann.

 

Bei einer Lungenentzündung, wie sie sich manchmal leider infolge einer Erkältung entwickelt, sieht die Sache hingegen schon ganz anders aus. Ein grippaler Infekt, meist einfach Schnupfen oder Erkältung genannt, läuft im Grunde immer gleich ab. Was sich jedoch von Erkältung zu Erkältung unterscheidet, sind die Erreger. Meist sind es Viren, selten Mal Bakterien oder manchmal sogar eine Mischinfektion. Da erscheint es nur logisch, dass unser Immunsystem immer etwas Zeit benötigt, um den neuen Gegner zu erkennen und erfolgreich zu bekämpfen. Das ist der wahre Kern der Volksweisheit, eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage – auch wenn das nur ein grober Richtwert für die Dauer einer Erkältung ist.

Mit schonenden Mitteln gegen den Infekt

Hat uns ein Schnupfen oder eine Erkältung ereilt, können wir die Selbstheilungskräfte unseres Organismus durch Hausmittel unterstützen. Um Giftstoffe möglichst schnell aus dem Körper zu schwemmen, eignet sich beispielsweise heißer Tee, insbesondere Arzneitees. Die helfen nicht nur bei Husten und festsitzendem Schleim, sondern können auch bei Reizungen des Rachens Linderung verschaffen. Auch durch Inhalieren von Kräuterdämpfen lassen sich Verschleimungen lösen. Warme Wadenwickel regen dagegen den Kreislauf an. Natürlich kann man in hartnäckigen Fällen, nach Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker, auch Schleim- und Hustenlöser oder fiebersenkende Medikamente aus der Apotheke verwenden. Hierbei sollte man daran denken, dass mäßiges Fieber ein normaler Teil des Genesungsprozesses ist. Sollte das Fieber jedoch länger als drei Tage anhalten oder auf über 39 Grad Celsius steigen, ist ein Besuch beim Arzt angebracht.

Vorsicht vor einer versteckten Lungenentzündung

In den allermeisten Fällen ähneln die anfänglichen Symptome einer normalen Bronchitis, d. h. einer Erkältung, die sich nach unten bis in die Bronchien ausgebreitet hat, sehr denen einer Lungenentzündung. Typische Symptome sind Husten, zunächst noch trocken und ohne Schleim, schließlich auch mit Auswurf. Dazu kommen verstopfte Atemwege, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Fieber und ein rasselnder Atem. Letzteres ist ein Symptom, das man unbedingt beobachten sollte. Auch eine mäßig bis stark erhöhte Körpertemperatur ist ein Warnsignal. Sollte nun noch Luftnot, Schüttelfrost oder eitrig-blutiger Auswurf hinzukommen, sollte man unbedingt ärztlichen Rat einholen. Ein Arzt bzw. eine Ärztin kann nicht nur die Schwere der Erkrankung, sondern auch den oder die Erreger bestimmen – und somit eine wirksame Therapie einleiten.

 

 

 

 

 

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