Vom Vorlesen zur Leseratte

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Welttag des Buches am 23. April

Früh übt sich, was eine Leseratte wird

Die Hälfte aller Eltern liest ihren Kindern in den ersten zwölf Monaten nicht regelmäßig vor. In gut einem Drittel der Familien ist das sogar innerhalb der ersten drei Jahre nicht der Fall.  Dabei ist Vorlesen der Einstieg zum Lesen. Denn Lesen macht nicht nur Spaß. Es ebnet Kindern auch den Weg zum (Schul-)Erfolg.

 

Mal ganz ehrlich: Welche Worte wechseln junge Eltern im Alltag am häufigsten mit ihren Kindern?  In der Regel gehören dazu ziemlich viele einfache Anweisungen wie „Tu dies“ und „Lass’ das“. Für Wortreichtum und komplexe Sätze bleibt oft wenig Zeit. Ganz anders beim Vorlesen: Wer ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht liest, redet automatisch vielfältiger und poetischer – auch wenn es schon gar nicht mehr um die Geschichte geht. Dazu kommt der Wohlfühlfaktor: Kuscheln mit Mama oder Papa, Gedanken austauschen, Neues erfahren, Spannendes hören. Dabei lernen die Kleinen nicht nur, Augen und Ohren für Neues zu spitzen und sich auszudrücken. Sie erfahren auch Geborgenheit und verbinden Lesen, Forschen und sich über das Erfahrene austauschen auch in Zukunft mit eben dieser Geborgenheit.

 

Nicht zuletzt die viel zitierte Pisa-Studie belegt, dass Kinder, die früh und gut lesen, deutlich mehr vom Unterricht profitieren als solche, die sich damit schwertun. Sie erzielen die besseren Noten – selbst in Fächern wie Mathematik oder Biologie, bei denen das Lesen auf den ersten Blick eine untergeordnete Rolle spielt. Denn (Vor-)Lesen regt neben dem Sprachgefühl auch Neugier, Konzentration, Einfühlungsvermögen, Kreativität und vor allem das Wohlbefinden an. Also nichts wie ran an die Bücher!

 

 

 

 

 

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