Gesunde Lebensweise senkt Diabetesrisiko

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Gesunde Lebensweise senkt Diabetesrisiko

„Zuckerkrankheit“ klingt im Grunde erst einmal harmlos. Doch dahinter verbirgt sich die chronische Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus, die eben nicht harmlos ist, sondern vielmehr mit weitreichenden Belastungen und Folgeschäden einhergeht. Aber es gibt eine gute Nachricht: Eine Veränderung des Lebensstils kann Wunder wirken! Mit einem gesundheitsbewussten Lebensstil kann der Erkrankung aktiv vorgebeugt werden. Und Menschen, die bereits unter Typ-2-Diabetes leiden, können durch ausgewogene Ernährung, Sport und Gewichtsreduktion häufig die Medikamente reduzieren und eventuell sogar ganz darauf verzichten.

 

In Deutschland sind etwa sieben Millionen Menschen von Diabetes betroffen. Hinzu kommt, dass viele Menschen einen bisher unerkannten Diabetes oder ein hohes Erkrankungsrisiko haben, wobei auch in Ländern mit einem hoch entwickelten Gesundheitssystem die Dunkelziffer für Diabetes sehr hoch ist. Auf jeden diagnostizierten Fall kommt wahrscheinlich ein unentdeckter Diabetiker. Im Durchschnitt besteht ein Typ-2-Diabetes bereits bis zu sieben Jahre, bevor er diagnostiziert wird.

 

Der Zeitpunkt, an dem die Diagnose gestellt wird, ist folglich oft nicht gleichzeitig auch der Beginn der Erkrankung. Je länger Diabetes unbemerkt bleibt, desto gravierender und häufiger treten mögliche Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Sehstörungen, Fußleiden oder Nierenversagen auf.

 

Diabetes ist (auch) dem Wohlstand geschuldet

Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Diabetiker in den nächsten Jahren weiter steigen wird, was vor allem auf das sogenannte „Wohlstandssyndrom“, bei dem Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhte Blutfette und eine gestörte Insulinwirkung gemeinsam auftreten, zurückzuführen ist.

 

Die Zunahme von Typ-2-Diabetes ist also häufig durch eine ungesunde Lebensweise – falsche Ernährung, wenig Bewegung – begründet. Als Hauptursache für Typ-2-Diabetes gilt hier insbesondere Übergewicht. Dabei ist ein erhöhter Bauchumfang mit vermehrter Fetteinlagerung besonders ungünstig und mit Entzündungsprozessen und einem erhöhten Gefäßrisiko verbunden.

 

Umgekehrt bedeutet das aber, dass die Entstehung bzw. der Schweregrad der Erkrankung durch einen aktiven und gesunden Lebensstil beeinflusst bzw. verhindert werden kann, da dadurch Risikofaktoren wie Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte und Bluthochdruck reduziert oder vermieden werden.

 

In internationalen Studien konnte eine Reduktion der Häufigkeit von Typ-2-Diabetes durch Lebensstilmodifikation auch schon nachgewiesen werden. Bewegung ist dabei eines der stärksten und effektivsten Maßnahmen zur Prävention und bewirkt eine Senkung nahezu aller Risikofaktoren.

 

Fazit

Bereits kleine Veränderungen des Lebensstils, wie mehr Bewegung, Ernährungsumstellung und eine leichte Gewichtsreduktion von etwa fünf Kilogramm, können die Entwicklung von Diabetes verhindern oder zumindest abschwächen und dazu beitragen, Medikamente einzusparen. Oft reicht das sogar schon als alleinige Therapie aus. Außerdem verbessert Bewegung die körperliche Leistungsfähigkeit, steigert das Wohlbefinden und erleichtert das Abnehmen.

 

 

 

 

 

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