„Traumreisen“

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„Traumreisen“

Sprünge über den großen Teich oder Reisen an andere Traumdomizile kommen in nächster Zeit vermutlich nicht infrage. Derzeit kommen wir so langsam im eigenen Land zum Strand oder in die Berge. Aber vom Reisen träumen ist natürlich erlaubt. Bis es so weit ist, entdeckt man eben den Reiz eines Kurzurlaubes um die Ecke.

 

Urlaub so nah

Wann gibt’s mal wieder richtig Ferien? Ferien, wie sie früher einmal waren? Gerne erinnert man sich. Ist ja auch noch nicht lange her. Also blättert man im analogen wie im digitalen Fotoalbum … und wird beim Anblick weißer Sandstrände oder zackiger Bergmassive, beides selbstredend unter azurblauem Himmel, ganz wehmütig. Ach ja, wie wunderbar war es immer an der heißen türkischen Riviera, an der malerischen Adria oder auf dem umtriebigen Mallorca! Statt in Nostalgie zu schwärmen, gehen auch einige virtuell in Urlaub. Etwa per Online-Safari (das gibt es tatsächlich!). Egal wie, jetzt bloß nicht depressiv werden, heißt die Devise. Vermutlich darf man bald den Reisekoffer wieder packen, dafür sorgen schon Impfschutz oder Medikamente oder weil endlich genügend Herdenimmunität besteht. Bis es so weit ist, machen Urlaubswillige aus der Not eine Tugend – und entdecken die schönen Flecken vor Ort.

 

Urlaub am Weiher

„Pack die Badehose ein …“ kurzentschlossen bei Sonnenschein. Für Millionen, die sowieso schon im Home-Office sind, womöglich kein Problem. Auch die Kinder sind oft dank Schulschließungen schnell zur Hand, sofern man sie vom Handy losbringt. So werden Rucksack oder Strandtasche statt Reisekoffer gepackt, die benötigten Vorräte für einen Tag im Park, am See oder Strand inklusive. Dann geht es los, am besten ganz umweltgerecht und gesund mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Merke: Jede Krise hat auch ihre Chancen. In diesem Kontext lautet sie: Es lässt sich wieder-  entdecken, wie schön das eigene Umfeld ist. Ein Picknick am malerischen See nebst ausgiebigem Schwimmen ersetzt vielleicht nicht die Erlebnistour durch die Wüste oder den Trip durch Südamerika, aber immerhin! Sollte es regnen, was ja auch am Ferienort passieren kann, geht’s zum Wandern. Mit Essenspause auf einer Bank oder an einer der geschlossenen Hütten lassen sich Schönheit und Ruhe der freien Natur genießen. Und reicht der touristische Lockdown doch noch bis in die jeweiligen Sommerferien oder darüber hinaus, machen Unternehmungslustige einfach öfters eine Auszeit im eigenen Umfeld.

 

Kleine Ferienträume …

… sind wieder möglich. Nach Wochen der Untätigkeit können nach und nach Gaststätten und Hotels wieder aufmachen. So dürfen auswärtige Touristen ab 25. Mai wieder an die Ostsee fahren. Und selbst im stets bislang   auf der vorsichtigen Schiene fahrenden Bayern ist geplant, die Pforten von Hotels ab dem 30. Mai zu öffnen. Selbstredend alles unter dem Gesichtspunkt der strengen Hygiene- und Abstandsregeln – echte Reisefreuden lassen somit noch auf sich warten.  

 

 

Urlaub so fern

Aber Vorsicht – sicher ist dank Corona nach wie vor nur eines: dass nichts sicher ist. Nimmt sich die Pandemie eine Auszeit, geht die Zahl der akut Erkrankten zurück – oder gibt es schneller als gedacht einen Impfstoff oder geeignete Medikamente? Dann könnte auch Ausspannen an ferneren Orten wieder möglich sein. Allerdings: Sorgenfrei Reisen ist momentan so ein Thema. Selbst wenn Grenzen geöffnet werden, ist nicht sicher, was während der Urlaubszeit passiert. Droht eine erneute Schließung, muss man in Quarantäne?

 

 

 

 

 

 

 

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