Einfach aus den Latschen gekippt …

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Einfach aus den Latschen gekippt …

Als Frau M. mit dem Arm in der Schlinge aus dem Krankenhaus kam, waren die Nachbarn sehr teilnahmsvoll und neugierig. Denn wegen des Notrufs der 77jährigen war der Krankenwagen mit Blaulicht angerückt. Das hatte in dem 300-Seelen-Dorf jeder mitbekommen. Und natürlich wollten alle ganz genau wissen, was passiert war.

Als Frau M. mit dem Arm in der Schlinge aus dem Krankenhaus kam, waren die Nachbarn sehr teilnahmsvoll und neugierig. Denn wegen des Notrufs der 77jährigen war der Krankenwagen mit Blaulicht angerückt. Das hatte in dem 300-Seelen-Dorf jeder mitbekommen. Und natürlich wollten alle ganz genau wissen, was passiert war.

Aber das konnte Frau M. selbst nicht so genau erklären, den eigentlich hatte sie im Garten nur einen Schritt nach hinten gemacht. Unerklärlicherweise verlor sie das Gleichgewicht und fiel so unglücklich seitlich nach hinten, dass sie sich den Arm brach. Was Frau M. geschah, ist keine Seltenheit. Wenn ältere Menschen den Halt verlieren, können sie nicht mehr so gut mit dem Fußgelenk ausgleichen, weil ihre Reaktionen langsamer werden. Auch Ausgleichsbewegungen mit der Hüfte funktionieren nicht mehr so gut, hinzu kommen schlechteres Sehen oder Hören und damit eine eingeschränkte Wahrnehmung.

Häufig können sich ältere Menschen nicht erklären, wieso sie plötzlich ins Straucheln kamen. Denn viele Senioren bemerken gar nicht, dass sie unter Gleichgewichtsstörungen leiden. Weil aber Stürze in diesem Alter unangenehme Folgen haben und nicht selten zur Unselbstständigkeit führen, sollten sie ihr Unfallrisiko durch regelmäßiges Gleichgewichtstraining minimieren.

EINFACH DAS GLEICHGEWICHT TRAINIEREN

Dazu braucht es keine teuren Geräte. Die einfachste Übung: auf einem Bein stehen, wie beispielsweise beim Yoga-Baum. Dabei sollte man am Anfang neben einem Haltegriff üben. Die Ferse des einen Beins gegen den Knöchel des Standbeins stellen. Wer sich dabei sicher fühlt, hebt die Hände mit aufeinander gelegten Handflächen vor der Brust. Wer sich ganz sicher fühlt und schon etwas Übung hat, darf den Fuß an die Wade stellen. Wackeln ist erlaubt. Das stärkt die feinen Muskeln der Sprunggelenke. Die Königsdisziplin: Dabei die Augen schließen!

Auf einem Bein stehen. Dann mit den Fuß des anderen Beins anheben und einen Kreis, dann eine Acht in die Luft malen. Dabei die Richtung wechseln. Die Übung etwa 5-mal wiederholen, dann das Standbein wechseln. Auch diese Übung kann durch das Schließen der Augen gesteigert werden.

 

 

 

 

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