Smartphones und Tablets für Senioren

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Smartphones und Tablets für Senioren

Es mag nicht nur am demografischen Wandel liegen, sondern auch an den berechtigten Initiativen verschiedener Interessengruppen, dass die Barrierefreiheit seit einigen Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnt. Im Alltag versteht man darunter den uneingeschränkten Zugang zu Orten und Räumen. Das Ziel dabei ist die Inklusion, also die Miteinbeziehung von Menschen, die aus irgendeinem Grund diese Lokalitäten nicht so einfach nutzen können. Doch es gibt auch noch andere Hürden, die durch Barrierefreiheit überwunden bzw. abgebaut werden sollen: die der digitalen Welt.

 

Die meisten Menschen, die vor den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts geboren wurden, also vor der Zeit der sogenannten Digital Natives, werden das Phänomen kennen: Manchmal sitzt man vor einem Stück Technik und kommt zunächst einmal einfach nicht dahinter, wie es funktioniert. Fast ist es, als wäre man ganz plötzlich mit einer neuen Sprache konfrontiert, die man nicht versteht. Manchmal handelt es sich um Hardware, wie ein Tablet oder die neue Generation von Smartphones, oder es betrifft die Software, wie eine besondere App. Das ist gerade deshalb so problematisch, weil die Vernetzung der analogen mit der digitalen Welt stetig zunimmt. Oft kämpfen deshalb gerade diejenigen am meisten mit solchen digitalen Barrieren, die ihren Lebtag nichts damit zu tun hatten, jetzt aber besonders von ihnen profitieren könnten: die Senioren.

 

Möglichkeiten der digitalen Welt kennen und nutzen

Eine Sache, die Senioren am meisten vermissen, ist sozialer Kontakt. Das ist insofern merkwürdig, als die soziale Vernetzung infolge der Digitalisierung doch stark zugenommen hat. Längst muss man sich nicht mehr treffen, um gemeinsame Zeit miteinander verbringen zu können. Neben dem normalen Telefonanruf kann man sich nicht nur Text- oder Sprachnachrichten mitsamt Fotos und sonstigen Bildern schicken, sondern auch gleich einen Video Chat starten. Die Gesellschaft kann durch diese Art des Fortschritts also bis zu einem gewissen Maße zusammengeführt werden. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass man die entsprechenden Geräte und Programme auch zu nutzen weiß. Und hier herrscht leider noch deutlicher Nachbesserungsbedarf.

 

Ziel ist die Bewegungsfreiheit im digitalen Raum

Bei der digitalen Barrierefreiheit geht es darum, Senioren über die Entwicklung neuer Technologien aufzuklären und das Angebot zu machen, diese auch selbst zu nutzen. Manchmal kann das durch einfache Anpassungen der Geräte geschehen, beispielsweise durch größere Tasten oder Symbole. In anderen Fällen muss man Betroffenen einfach nur aufzeigen, welche Möglichkeiten schon jetzt bestehen und wie sie darauf zugreifen können, Stichwort: Videoanruf. In der Pflicht steht bei dieser Art der Aufklärung der Bund. Schließlich ist es seine Aufgabe, jedem die allgemeine Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Besonders wichtig wird sie jedoch auch angesichts der Tatsache, dass der Staat selbst vermehrt auf digitale Kommunikationswege setzt. Bestes Beispiel hierfür: die Corona-Warn-App. Sie soll dabei helfen, besonders gefährdete Menschen vor einer Infektion zu schützen. Also auch und gerade ältere Menschen. Dass die diese App auch verstehen und selbst nutzen können müssen, sollte selbstverständlich sein.

 

 

 

 

 

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