Die Nieren

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Die Nieren

Die Hauptaufgabe der Nieren besteht darin, den Körper zu entgiften, außerdem regulieren sie den Salz- und Wasserhaushalt, den Blutdruck, die Bildung roter Blutkörperchen und sie regeln den Knochenstoffwechsel. Jeder Mensch besitzt zwei Nieren, ein Hinweis auf die Bedeutung dieses lebenswichtigen Organs.

 

Im Notfall kann der Körper auch mit nur einer Niere überleben, denn sie übernimmt die Funktion ihres ausgefallenen Partnerorgans. Die Nieren filtern täglich bis zu 1.800 Liter Blut auf Schadstoffe. Dabei produzieren sie 150 bis 200 Liter Urin am Tag. Dieser Primärharn wird immer wieder „recycelt“: Nützliche Stoffe wie Elektrolyte und Wasser werden dem Körper wieder zugeführt, Schadstoffe herausgefiltert, bis ein kleiner Teil – ca. 1,5 bis 2 Liter – über die Blase ausgeschieden wird. Etwa 95% des Harns bestehen aus Wasser. Mit dem Urin werden beispielsweise Elektrolyte, Abfallprodukte des körpereigenen Stoffwechsels (wie Harnstoff, Kreatinin und Harnsäure), aber auch Fremdstoffe (beispielsweise Medikamentenbestandteile) aus dem Körper geschwemmt. Damit die Nieren reibungslos arbeiten können, sollten  gesunde Menschen 2,5 Liter Flüssigkeit täglich aufnehmen.

 

Eine gute Nierenfunktion ist Lebensnotwendig

Ist die Nierenfunktion beeinträchtigt, droht eine Vergiftung des Körpers, weil die harnpflichtigen Substanzen  (= alles, was über den Harn ausgeschieden werden muss) im Körper bleiben. Versagen die Nieren, entsteht innerhalb weniger Tage eine lebensgefährliche Situation. Betroffene, deren Nieren nicht mehr funktionieren, sind auf eine regelmäßige, künstliche Blutwäsche (Dialyse) angewiesen. Dabei wird das Blut dem Körper entnommen, von Schadstoffen gefiltert und dann dem Körper wieder zugeführt. Das muss regelmäßig, beispielsweise alle zwei bis drei Tage durchgeführt werden und dauert im Krankenhaus etwa vier bis fünf Stunden. Weil die Körperentgiftung trotz der Dialyse nicht so gut funktioniert wie mit den eigenen  Nieren, sinkt die Lebenserwartung. Letzter Ausweg, wenn die Nieren versagen: die Nierentransplantation.

 

Das geht an die Nieren

Übergewicht, insbesondere das Verhältnis des Umfangs  von Taille und Hüfte, belastet die Nieren, denn dadurch werden die Nieren schlechter mit Blut versorgt und der Blutdruck in den Nieren steigt. Rauchen ist ein Risikofaktor, denn es verengt die Blutgefäße und erhöht ebenfalls den Blutdruck.

Auch bestimmte Medikamente können die Nierendurchblutung stören, dazu gehört beispielsweise ein hoher Schmerzmittelkonsum. Auswirkungen auf die Nierenfunktion haben auch bestimmte Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes mellitus, Bluthochdruck und chronisch-entzündliche Nierenerkrankungen. Da mit zunehmendem Alter auch die Nierenleistung sinkt, sollten gerade ältere Menschen darauf achten, genügend zu trinken, dabei aber zuckerhaltige Getränke meiden.

 

 

 

 

 

 

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