Gelenkbeschwerden – Fragen an Dr. de Jong

 

 

Gelenkbeschwerden – Fragen an Dr. de Jong

Studien zeigen, dass ein Extrakt der in Neuseeland heimischen Grünlippmuschel Gelenkbeschwerden lindern kann. Der orthopädische Chirurg Jan Ide de Jong hat damit in seiner Amsterdamer Praxis gute Erfahrungen gemacht. Der Apotheken Kurier hat mit ihm gesprochen.

 

AK: Was empfehlen Sie Ihren Patienten bei beginnenden Gelenkproblemen?

Jan Ide de Jong:  Am wichtigsten ist immer Bewegung – die hält die Gelenke geschmeidig und verringert den Druck auf den Knorpel. Falls Übergewicht besteht, sollte es möglichst reduziert werden, denn zu viele Pfunde belasten die Gelenke unnötig. Darüber hinaus können Grünlippmuschel, Kurkuma und schwarze Johannisbeerblätter das Leben von Arthrose-Patienten erheblich erleichtern.

 

 

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AK: Wie kommt man ausgerechnet auf die Grünlippmuschel als Mittel gegen Gelenkschmerzen?

Jan Ide de Jong: Forscher bemerkten, dass die Maori an der neuseeländischen Küste weniger Gelenkbeschwerden hatten als die im Hinterland – und dass sie an der Küste regelmäßig Grünlippmuscheln aßen.

Deren entzündungshemmende Wirkung wird dem reichen Arsenal an Omega-3-Fettsäuren zugeschrieben, das in den Muscheln steckt. Bei Patienten mit Arthrose und unteren Rückenschmerzen kann der Muschelextrakt außerdem Schwellung und Steifheit reduzieren.

  

AK: Und was hat es mit Kurkuma und Johannisbeere auf sich?

Jan Ide de Jong: Kurkuma – oder Curcumin – bekämpft entzündliche Kleinstverletzungen im Gewebe und  enthält auch Inhaltsstoffe, die die Beweglichkeit der Gelenke erhöhen. Schwarze Johannisbeerblätter  fördern die Ausscheidung von Harnsäure. Das ist wichtig, denn wenn zu viel Harnsäure im Blut ist, kann sie sich kristallisieren und in den Gelenken anreichern.

Kürzlich hat eine Beobachtungsstudie am Molière- Longchamp-Krankenhaus und dem Erasmus-Universitätsklinikum in Brüssel bestätigt, dass eine flüssige Kombination aus den natürlichen Entzündungshemmern Grünlippmuschel, Curcumin und den Blättern der Schwarzen Johannisbeere rheumatische Steifheit, Schwellungen und Schmerzen lindert – und das ohne die gefürchteten Nebenwirkungen einer schulmedizinischen Therapie mit Schmerzmitteln, synthetischen Entzündungshemmern oder Kortison.

 

AK: Ist eine solche Wirkstoffkombination eher eine  Alternative oder eine Ergänzung zu konventionell  eingesetzten Schmerzmitteln mit Wirkstoffen wie beispielsweise Ibuprofen?

Jan Ide de Jong:  Viele Patienten suchen natürliche Alternativen zu sogenannten nicht-steroidalen Schmerzmitteln, weil sie Nebenwirkungen wie Magen-Darm- beschwerden oder eine verlangsamte Blutgerinnung fürchten. Grünlippmuschelextrakt ist seit Jahren ein beliebtes Mittel und wird auch gern vorbeugend eingenommen.

Die flüssige Kombination der Wirkstoffe aus Grünlippmuschel, Kurkuma und den Blättern der Schwarzen  Johannisbeere hat zudem eine gute Bioverfügbarkeit,  das heißt die Wirkstoffe werden in dieser Form besonders gut aufgenommen und vom Körper verarbeitet.

Allerdings rate ich Patienten auf jeden Fall dazu, darüber mit ihrem behandelnden Arzt zu sprechen.

 

 

 

 

 

 

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