Wer schlecht hört, baut auch geistig ab

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Wer schlecht hört, baut auch geistig ab

Ein Hörverlust stellt sich – sofern er nicht durch eine Erkrankung oder einen Unfall entsteht – meist schleichend ein. Der Besuch beim Facharzt oder Akustiker sollte bei Schwerhörigkeit nicht zu lange hinausgezögert werden, denn was sich auf das Gehör auswirkt, hat auch Konsequenzen für das Gehirn.

 

Zuerst gehen die höheren Frequenzen verloren, Zischlaute sind schwerer zu verstehen. Wird beispielsweise ein Name am Telefon buchstabiert, ist kaum zu unterscheiden, ob ein „S“ oder ein „F“ genannt wurde. Geräusche wirken dumpfer. Schließlich wird es immer schwieriger, Gesprächen zu folgen, insbesondere wenn mehrere Personen sich unterhalten und dazu noch Hintergrundgeräusche zu hören sind.

 

Wer schlecht hört, muss sich dann sehr stark konzentrieren, um einer Unterhaltung folgen zu können. Das hat Konsequenzen, denn diese gesteigerte Anstrengung kostet so viel Energie, dass sie andere Denkvorgänge beeinträchtigt. Darunter leidet beispielsweise das Gedächtnis. Durch den Hörverlust gelangen außerdem weniger Reize zum Gehirn. Das gewöhnt sich daran und stellt sich darauf ein. Damit wird nicht nur der Hörverlust, sondern auch der intellektuelle Abbau beschleunigt. Fachleute sehen in der Schwerhörigkeit einen Hauptrisikofaktor für die Entstehung einer Alzheimer-Demenz. Dazu trägt sicher auch bei, dass viele Schwerhörige ihre sozialen Kontakte aufgeben, weil sie nur noch die Hälfte verstehen. Dadurch bekommt das Gehirn noch weniger zu tun. Bleiben Sie geistig fit und gehen Sie rechtzeitig zum Hörtest.

 

 

 

 

 

 

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