Willkommen im „Digitalen Unterricht“ …

 

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Willkommen im „Digitalen Unterricht“ …

Viele Eltern sind in den vergangenen Monaten zu täglichen Lernbegleitern Ihrer Kinder geworden – mal mehr, mal weniger erfolgreich.

 

Immerhin neun von zehn Schülern geben nach einer Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft an, regelmäßig von Mama oder Papa zum Lernen motiviert zu werden. Allerdings sind räumliche und technische Ausstattung zum digitalen Distanzunterricht in den Familien sehr verschieden – und damit auch die Lernchancen der Kinder und Jugendlichen.

 

Hier einige Tipps, damit die neue Nähe mehr Chancen als Belastungen schafft:

 

Den Tag strukturieren

Routinen helfen Groß und Klein, mit dem neuen Alltag fertig zu werden. Tages- und Wochenpläne bieten nicht nur Orientierung, sie tragen auch dazu bei, ungeliebte Pflichten nicht immer wieder neu diskutieren zu müssen: Videokonferenz, Pause, Aufgaben machen, Essen, mit Freunden chatten, draußen Spielen – alles hat seine – möglichst miteinander vereinbarte – Zeit, wie im Vor-Corona-Leben auch. Ein Vorteil für viele Teenager: Sie können ihren Schultag nun etwas später beginnen als gewohnt: 9 statt 8 Uhr morgens entspricht ihrem Biorhythmus meist deutlich besser. 

 

Arbeitsplatz einrichten

Auch Kinder tun sich mit der Arbeit leichter, wenn dafür ein fester Platz vorgesehen ist. Sie wissen dann: Wenn ich hier sitze, ist Schule angesagt. Gut, wenn am Tisch alle Schulmaterialen griffbereit liegen, Spiele und „Kram“ dagegen eher nicht zu sehen sind.

 

Selbstständigkeit begleiten

Klar, am besten wäre es, wenn die Kids ihre Aufgaben motiviert und zügig allein erledigen. Vor allem jüngeren Schülern fällt das aber schwer. Ihnen hilft es, wenn Papa oder Mama sich zu Beginn der „Schicht“ die Aufgaben mit ihnen ansehen und kurz besprechen, was zu tun ist.  Ebenfalls hilfreich: Eine Aufgabenliste zum Abhaken – ein Häkchen unter etwas Erledigtes zu setzen kann auch ein Ansporn sein.

 

Pausen machen

Eine Schulstunde, die mehr oder weniger im Selbststudium verbracht wird, fühlt sich oft länger an als eine, die das Kind in der Gruppe und mit mehr Abwechslung verbringt.  Umso wichtiger sind Pausen: Fenster auf, Kopf, Arme und Schultern lockern, etwas trinken, etwas Gesundes snacken, etwas singen.

 

Vereinbarungen treffen

Erledigen Eltern ihr Arbeitspensum im Homeoffice, sind sie zwar einerseits „da“, andererseits aber auch irgendwie nicht, denn sie müssen sich auf andere Dinge konzentrieren als die Lerneinheiten ihrer Kinder. Deshalb sind Vereinbarungen wichtig, von wann bis wann Mama oder Papa nur im Notfall gestört werden dürfen. Das klappt umso besser, wenn es auch Zeiten für gemeinsame Aktivitäten gibt – vorzugsweise an der frischen Luft. 

 

Raum zum Rückzug

Nicht nur Eltern, auch Kindern wird mal alles zu viel. Um Ermüdung, Frustration und auch Streit vorzubeugen, hilft es, nicht nur einen „Lernraum“, sondern auch einen „Rückzugsraum“ zu gestalten – beispielsweise eine kleine Nische oder „Höhle“, in der sich ein Kind oder Jugendlicher zurückziehen kann, ohne mit schulischen Anforderungen o. Ä. konfrontiert zu sein.

 

Digitale Chancen sehen

Bei allem Stress hat der digitale Fernunterricht auch gute Seiten: Lernzeiten können häufiger individuell bestimmt werden. Schüchterne Schüler können ihr Wissen und ihre Überlegungen leichter schriftlich einbringen. Multimediale Blogs ermöglichen neue Lernkonzepte und lebhaften Austausch selbst unter verschiedenen Klassen und Schulen.

 

 

 

 

 

 

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