Schleichende Druckzunahme: Bluthochdruck

 

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Schleichende Druckzunahme: Bluthochdruck

Bluthochdruck ist weltweit eine der häufigsten und bedeutsamsten chronischen Erkrankungen. Da sich Bluthochdruck meist schleichend und ohne eindeutige Beschwerden entwickelt, bleibt er oftmals lange unbemerkt. Bei länger bestehendem (und unbehandeltem) Hochdruck können jedoch Gefäße und Organe geschädigt werden.

 

Kommen Übergewicht, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen oder andere Risikofaktoren wie Nikotin- und Alkoholkonsum hinzu, nimmt die Gefahr für Nieren- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich zu. Aus diesem Grund ist es wichtig, Bluthochdruck möglichst frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Um das Risiko für die Entstehung von Bluthochdruck von vorneherein zu reduzieren, ist vor allem ein gesunder Lebensstil von Bedeutung. So kann bereits durch eine Ernährungsumstellung bei leicht ausgeprägtem Bluthochdruck häufig eine Normalisierung der Werte erreicht werden.

 

Bluthochdruck (Hypertonie) wird als chronische Erhöhung des arteriellen Blutdrucks definiert und sein Wert in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) angegeben. Gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegt Bluthochdruck vor, wenn bei wiederholten Messungen über längere Zeit die systolischen Blutdruckwerte  140 mmHg und die diastolischen Blutdruckwerte 90 mmHg überschreiten. Der optimale Blutdruck beträgt 120 mmHg systolisch und 80 mmHg diastolisch (120/80 mmHg).

 

Stumme Gefahr

Verschiedene Faktoren erhöhen das Risiko für Bluthochdruck. Dazu gehören neben dem Alter, dem Geschlecht und erblicher Veranlagung auch Übergewicht, Fehlernährung, Bewegungsmangel und Stress.

 

Etwa ein Viertel bis ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung leidet unter Bluthochdruck. Bei den über 60-Jährigen ist sogar jeder Zweite betroffen. Ein zu hoher Blutdruck wird zu Recht eine „stumme Gefahr“ genannt, denn er kann sich über Jahre hinweg entwickeln, ohne dass offensichtliche Beschwerden auftreten. Mögliche Anzeichen können Schwindel, Kopfschmerzen, Tinnitus, Schlafstörungen, Müdigkeit, Schmerzen im Bereich des Herzens, Nervosität oder Atemnot sein. Bei stark erhöhtem Blutdruck können weitere Symptome wie Sehstörungen und Übelkeit auftreten.

 

Die Folge ist, dass Bluthochdruck häufig erst spät und zufällig diagnostiziert wird, beispielsweise bei einer Routineuntersuchung, durch Früherkennungsmaßnahmen oder im Rahmen der Behandlung einer anderen Erkrankung.

 

Da Bluthochdruck ein wesentlicher Risikofaktor für schwerwiegende Erkrankungen der Nieren und des Herz-Kreislauf-Systems wie Arterio- sklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall ist, ist es grundsätzlich sinnvoll, seine Blutdruckwerte zu kennen. Deshalb wird empfohlen, den Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren, entweder beim Arzt, in der Apotheke oder zu Hause mit einem Blutdruckmessgerät.

 

Therapie

Sind die Werte nur leicht erhöht, kann oft schon eine Änderung des Lebensstils den Blutdruck wieder normalisieren. Dazu gehören regelmäßige Bewegung – d.h. etwa dreimal wöchentlich ein Ausdauertraining von 30 bis 45 Minuten –, ausgewogene Ernährung, Vermeiden von Übergewicht, ausreichend Schlaf, Verzicht auf Alkohol und Nikotin und Stressreduktion.

 

Zeigen diese Maßnahmen keine ausreichende Wirkung, erfolgt eine Behandlung mit sogenannten Antihypertensiva wie ACE-Hemmern, Diuretika und Betablockern, die gegebenenfalls auch kombiniert werden.

 

 

 

 

 

 

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