Wenn die Seele das Herz kränkt …

 

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Wenn die Seele das Herz kränkt …

Eigentlich wissen wir das alle aus eigener Erfahrung: Wenn wir uns Sorgen machen, geht es nicht nur unserer Seele schlecht. Auch körperlich fühlen wir uns dann nicht wohl. Arten diese Sorgen dann in Ängste und Stress aus, können sie uns sogar physisch regelrecht krank machen.

 

Der Blutdruck steigt teilweise massiv an, das Herz schlägt schneller und manchmal kommt es auch zu Herzrhythmusstörungen. Kardiologen wissen, dass Stress einer der größten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein kann. Eine Besonderheit ist das sogenannte „Broken-Heart-Syndrom“. Dabei handelt es sich nicht um einen gebrochenen Herzmuskel. Dessen Leistung kann aber durch großen emotionalen Stress massiv nachlassen. Im Ergebnis ähnelt das den Folgen eines Herzinfarktes.

 

Gerade in Pandemiezeiten wächst auch die Stress-Gefahr. Denn nicht nur das ständige Zuhausebleiben schlägt aufs Gemüt. Viele Menschen tragen auch eine Vielzahl von Ängsten mit sich herum – um die eigene und die Gesundheit ihrer Lieben, die Sicherheit des Arbeitsplatzes und manche fürchten gar um ihre finanzielle Existenz. Dies ist ein neuer Stress, der zu den bereits bekannten Auslösern wie Streit in der Familie, Ärger am Arbeitsplatz oder auch dem lärmenden und hektischen Alltag im Berufsverkehr hinzukommt.

 

Stress kann dem Körper  auch helfen

Weil man aber an der Pandemie selbst nichts ändern kann, hilft es ein wenig, sich mit den Abläufen in unserem Organismus vertraut zu machen. Stress ist nämlich so alt wie die Menschheit. Wenn unsere Vorfahren von wilden Tieren angegriffen wurden, stieß ihr Körper das Stresshormon Adrenalin aus. Das alles half ihnen dabei, aufmerksamer zu reagieren oder schlicht und ergreifend schneller wegzulaufen. War die Gefahr dann vorbei, konnte der Körper wieder entspannen und auf Normalbetrieb umstellen.

 

Gerade das ist aber heute oft anders. Viele Menschen stehen aus unterschiedlichen Gründen unter Dauerstress. Und der kann eben auch körperlich krank machen. Neben zu hohem Blutdruck kann sich das bei ständig verengten Gefäßen auch durch Thrombosen zeigen, die wiederum zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen können. Schlafstörungen, unter denen viele Menschen bei Stress leiden, verschärfen das Problem zusätzlich. Umgekehrt können aber dann auch Herzkrankheiten zu vermehrtem Stress und Ängsten führen. Ärzte können hier auf vielfältige Weise helfen.

 

Bewusst nach Entspannung suchen

Insgesamt sollten gestresste Menschen aber bewusst nach Entspannung suchen. Neben Sport sowie ausreichender Bewegung tragen dazu auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung bei. Spezielle Entspannungstechniken oder Hobbys, die Freude bereiten, können den Körper ebenfalls unterstützen, wieder auf das Normaltempo zurückzukehren.

 

Besonders hilfreich ist es schließlich, die Situationen ausfindig zu machen, die besonders viel Stress verursachen. Diese gilt es dann – wenn möglich – künftig zu vermeiden. Im Zweifel können auch Therapeuten dabei helfen, dem Teufelskreis zu entfliehen. Wert ist der Versuch es allemal. Denn entspanntere Menschen leben in vielerlei Hinsicht  gesünder – und natürlich stressfreier.

 

 

 

 

 

 

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