Wie viel Körperpflege ist nötig?

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Wie viel Körperpflege ist nötig?

Körperpflege und Hygiene verhindern die ungehinderte Ausbreitung von Krankheitserregern. Sie dienen nicht nur der persönlichen Sauberkeit, sondern schützen auch die Gesundheit. Deshalb ist Waschen wichtig. Doch die Haut besitzt auch eine natürliche Schutzbarriere, die verhindert, dass sich auf ihrer Oberfläche gefährliche Pilze oder Krankheitserreger breitmachen. Viele der Maßnahmen, die wir heute bei der Körperpflege betreiben, durchlöchern diesen Schutzschild. Weniger ist deshalb manchmal mehr.

 

Niemand will durch Körpergeruch, ungepflegtes Haar oder schmutzige Hände und Fingernägel auffallen. Zu wenig Sauberkeit wirkt unangenehm auf andere und kann ungesund sein. Umgekehrt belastet übertriebene Reinlichkeit die Haut. 

 

Katzenwäsche ist erlaubt und schont die Haut

Früher nannte man es „Katzenwäsche“, heute wird es „Karrierewäsche“ genannt – das gründliche Waschen hauptsächlich der Zonen, an denen sich Schweiß oder sonstige Gerüche bilden. Dazu gehören Hände, Füße, Achseln, die Schweißrinnen in der Mitte des vorderen Oberkörpers und des Rückens sowie der Intimbereich. Für den Rest reicht ein feuchter Waschlappen. Aber auch die geruchsintensiven Stellen sollten möglichst sanft gereinigt werden. pH-neutrale Duschgele oder Waschlotionen sind besser als Seife. Seife ist alkalisch und neutralisiert den sauren pH-Wert der Haut.

 

2- BIS 3-mal pro Woche reicht eigentlich   

Zu häufiger und zu langer Kontakt mit Wasser trocknet die Haut aus. Grundsätzlich sollte die Wassertemperatur weder beim Duschen noch beim Baden zu hoch sein. Die Haut mag es lieber lau als heiß, 35 bis 38 Grad reichen aus, 15 Minuten Badezeit ebenfalls. Starke Parfüms oder ätherische Öle reizen die Haut und trocknen sie aus, weshalb hautneutrale „Reinigungsmittel“ besser verträglich sind. Was der Haut beim Duschen und Baden verloren geht, kann ihr durch anschließendes Eincremen zurückgegeben werden. Bei normaler Haut sind 2- bis 3-mal pro Woche ausreichend.

Normalem Haar genügen ebenfalls zwei bis drei Wäschen. Das lässt sich mit den empfohlenen Duschintervallen gut verbinden. Auch hier reicht lauwarmes Wasser. Ein schonendes mildes Shampoo verhindert eine Reizung der Kopfhaut. Bei den Inhaltsstoffen der Shampoos ist – wie bei Dusch- und Badezusätzen – weniger ebenfalls mehr.

 

Hände häufig waschen – und eincremen

Grundsätzlich und besonders im Moment ist Händewaschen eine wichtige hygienische Alltagsprophylaxe. Seife ist dabei unverzichtbar. Trotzdem sind nur in Ausnahmefällen spezielle antibakterielle Seifen sinnvoll, normalerweise reicht gründliches Waschen mit normaler Seife aus. Damit die Hände auch bei häufigem Waschen nicht rau und rissig werden, werden sie anschließend mit einer guten Handcreme geschützt. 

 

•             2- bis 3-mal duschen und Haare waschen pro Woche reicht

•             Ideale Wassertemperatur bei 35-38 Grad

•             Duschen nicht durch Baden ersetzen, das belastet die Haut

•             Sanfte pH-neutrale Reinigungs- und Pflegesubstanzen sind besser als Seife

•             Oft reicht einfach Wasser, besonders im Intimbereich

•             Auf Intimsprays verzichten

•             Eincremen unterstützt die Hautgesundheit

 

 

 

 

Übrigens: Auch Sportler oder Menschen, die stark schwitzen, können Seife sparsam einsetzen. Denn Schweiß ist wasserlöslich und wäscht sich auch einfach mit Wasser gut ab.

 

 

 

 

 

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