Kleine Vitaminkunde: Vitamin B6

 

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Kleine Vitaminkunde: Vitamin B6

Mit am wichtigsten für die ausreichende Versorgung mit Nährstoffen ist eine ausgewogene und vielfältige Ernährung. Eines der besten Beispiele hierfür: Vitamin B6.

 

Vitamin B6, übrigens eigentlich eine Gruppe von miteinander verwandten Stoffen wie Pyridoxin, Pyridoxamin und Pyridoxal, wird vom Körper über die Nahrung aufgenommen. Und die Auswahl an möglichen Speisen, um den Bedarf zu decken, ist alles andere als dürftig. So steckt es zum Beispiel in Vollkornprodukten, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Kohl, Nüssen, Avocados und Bananen. Noch wesentlich besser kann der menschliche Körper allerdings Vitamin B6 aus tierischen Produkten verwerten. Das kann zum Beispiel das Hähnchenbrustfilet, ein Rindersteak, etwas Leber oder ein Fischgericht mit Makrele oder Sardinen sein. Durch eine so abwechslungsreiche Kost lässt sich der tägliche Vitamin-B6-Bedarf von 1,4 mg für Frauen und 1,6 mg für Männer meist problemlos abdecken. Auch der leicht erhöhte Bedarf von Schwangeren oder Stillenden sollte in der Regel kein Problem sein.

 

Der Körper braucht Vitamin B6 – und meldet, wenn er zu wenig bekommt

Unser Körper benötigt Vitamin B6 für eine ganze Reihe von Prozessen. Dazu gehören neben der Umwandlung und Verwertung von Eiweißen und der Regulierung des

Homocystein-Stoffwechsels auch die Bildung von Neuro-

transmittern, zum Beispiel Serotonin, Noradrenalin und Dopamin, in den Nerven, die Bildung von Hämoglobin, also den roten Blutkörperchen, und die Umwandlung von gespeichertem Protein und Kohlenhydraten zu Glukose. Besteht eine Mangelversorgung mit Vitamin B6, können eine Reihe von Symptomen auftreten, die von Blutarmut über schmerzhafte Risse in Mundwinkeln und Lippen bis hin zu Durchfall, Erbrechen, Krämpfen und Zittern reichen können. Verwirrung, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Angstzustände und Depressionen sind hingegen ebenfalls mögliche Symptome einer Unterversorgung.

 

Ein Mangel ist  nahezu immer die  Folge einer körperlichen Erkrankung

Ist die Versorgung ausreichend, sind im menschlichen Körper ungefähr 100 mg Vitamin B6 in der Muskulatur eingelagert. Grundsätzlich tritt ein Mangel bei gesunden Menschen nur in sehr seltenen Fällen auf. Allerdings gibt es auch einige Faktoren, die einen Mangel begünstigen können. Dazu gehören beispielsweise Durchfall, Leberschäden oder Darmreizungen, aber auch einige chronische Erkrankungen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenleiden,  Diabetes, rheumatische Arthritis oder Asthma. Ebenso kann der ständige und erhöhte Konsum von Alkohol und Kaffee einen Vitamin-B6-Mangel begünstigen. Zudem ist Vitamin B6 empfindlich gegenüber Licht, Wasser und Hitze. Bei der Lagerung von Lebensmitteln mit einem  relevanten Gehalt an Vitamin B6 sollte daher auf Dunkelheit, bei der Zubereitung auf schonendes Garen mit wenig Wasser geachtet werden.

Lassen Sie sich beraten, bevor Sie zu  Nahrungsergänzungsmitteln greifen

Wer sicher von sich weiß, dass sie oder er an einem  Vitamin-B6-Mangel leidet, kann den Bedarf zumindest teilweise auch mithilfe von Nahrungsergänzungsmitteln decken. In Ihrer Apotheke wird man Sie gerne weiter  dazu beraten.

 

 

 

 

 

 

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