Den Alltag trotz Sehschwäche gut bewältigen!

 

©Dmitry-Kirichai_AdobeStock

 

Den Alltag trotz Sehschwäche gut bewältigen!

Wer schlecht sieht, lebt riskanter. Eingeschränktes Sehvermögen steigert nicht nur die Unfallgefahr, sondern schränkt auch die Lebensqualität erheblich ein. Im Alter gefährdet schlechtes Sehen zunehmend die Selbstständigkeit und stellt den selbstbestimmten Alltag infrage. Das muss nicht sein. Es gibt Tricks und Hilfsmittel zur Bewältigung des Alltags.

 

Ab 50 wird für viele ehemals Normalsichtige die Lesebrille zu einem wichtigen Alltagsgegenstand. Bereits vorhandene Sehschwächen verändern sich, es werden häufiger neue Gläser für die Brille gebraucht. Das Risiko für bestimmte Augenerkrankungen steigt.

Es treten Unschärfen, Kontrastverluste, erhöhte Blendempfindlichkeit, verändertes Farbsehen, Sehschwierigkeiten bei schlechtem Licht oder nachts, Ausfälle des Gesichtsfeldes und im schlimmsten Fall Sehverlust auf.

 

Doch das heißt nicht, dass Betroffene ihre Wohnung aufgeben müssen. Im Gegenteil, der Verbleib in den eigenen vier Wänden kann sogar hilfreich sein. Denn wo kennt man sich besser aus als zu Hause in vertrauter Umgebung? Mit einigen Tipps und Tricks oder sinnvollen Hilfsmitteln gelingt es, den Alltag zu meistern. Zudem gibt es eine Reihe von Beratungsstellen, beispielsweise des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands e.V., der Dachorganisation der Blinden- und Sehbehindertenvereine und -verbände in Deutschland.

 

Hier werden Menschen mit Sehbehinderung oder deren Angehörige unterstützt. Auf der Website des Dachverbandes gibt es umfangreiche Tipps, beispielsweise für Alltag, Reisen, Freizeit, Körperpflege oder für das Bezahlen mit Bargeld, von denen wir hier einige vorstellen.

 

Tipps und Tricks für jeden Lebensbereich

Wer schlecht sieht, kann sich mit vielen – manchmal verblüffend einfachen Tricks – den Alltag erleichtern. Bei eingeschränktem Kontrastsehen können beispielsweise in der Küche farbig abgeklebte Kanten von Arbeitsplatten und Regalen die Orientierung wesentlich vereinfachen, ebenso kontrastierende Griffe, Türen oder Mülleimerdeckel.

Eine Portion Spaghetti ist auf einem dunklen Teller besser zu erkennen, dunkle Lebensmittel werden besser auf hellem Geschirr angerichtet.

Natürlich müssen auch die Lichtverhältnisse stimmen und in der Küche und den Wohnräumen sollte das Licht hell und blendfrei sein. Eine Beleuchtung in den Schränken ermöglicht einen besseren Überblick.

 

Diverse Hilfsmittel unterstützen beim Kochen und Backen. So gibt es beispielsweise Messbecher mit definiertem Volumen, solche, die fühlbare Innenmarkierungen haben, oder sprechende Waagen. Mit Trichtern lassen sich Flüssigkeiten leichter abfüllen, spezielle Topfdeckel ermöglichen ein gefahrloses Abgießen von heißen Flüssigkeiten.

Mittlerweile besteht, auch bedingt durch Corona, bei fast allen Supermärkten die Möglichkeit, sich das Benötigte liefern zu lassen. Elektronisches Bezahlen ist ohnehin kein Problem. Auch mit Bargeld lässt es sich meistern.

 

Geldscheine und Münzen haben tastbare Riffelungen beziehungsweise unterschiedliche Ränder, die ihre Unterscheidung ermöglichen. Daneben gibt es Geldscheinschablonen, mit deren Hilfe sich Scheine erkennen lassen. Oder den Trick, Geldscheine mit unterschiedlichem Wert unterschiedlich gefaltet im Portemonnaie aufzubewahren.

 

 

 

 

 

 

Startseite