Wundversorgung bei Kindern

 

©Anke-Thomass_AdobeStock

 

Wundversorgung bei Kindern

Ob beim Toben auf dem Spielplatz, während des Fußballmatches auf dem Bolzplatz oder beim Gemüseschälen in der Küche – dass sich unsere Kinder kleinere Blessuren zuziehen, gehört zum Alltag. Und im Grunde ist es auch nicht weiter schlimm. Schließlich stecken Kinder das in der Regel problemlos weg. Wichtig ist die richtige Wundversorgung aber trotzdem!

 

Kleine Schrammen, Kratzer, Schürfwunden oder Schnitte sind zweifellos unschön und bisweilen schmerzhaft. Trotzdem gehören sie zur Kindheit dazu wie ausfallende Milchzähne oder der gelegentliche Alptraum. Für Eltern ist es daher wichtig, die richtigen Mittel zur Hand zu haben, um solche kleineren Verletzungen schnell und sicher behandeln zu können. Dazu gehören beispielsweise Pflaster, Kompressen, Salben und Desinfektionssprays. Manche Hersteller haben auch spezielle Produkte für Kinder im Angebot, die besonders hautfreundlich oder kindgerecht bedruckt sind. Wer erinnert sich nicht etwas wehmütig an die eigenen Kindheitstage, als man Freunden voller Stolz die Giraffe auf dem Pflaster zeigte?

 

Infektionsschutz durch Hygiene

Eine wichtige Rolle beim Verarzten kleinerer Verletzungen spielt die Hygiene. Selbst bei kleinen Blessuren kann es durch eine Verunreinigung zu einer Infektion kommen. Deshalb sollten Wunden immer möglichst keimfrei versorgt werden. Hierzu benötigen Sie aber nicht mehr unbedingt die von manchen Menschen gefürchtete Jodtinktur. Stattdessen können Sie spezielle Desinfektionssprays verwenden, die deutlich besser vertragen werden.

Auch Pinzetten, Pflaster oder Verbände sollten unbedingt steril sein. Hat sich eine Wunde doch einmal entzündet, bleibt leider nur der Gang zum Kinderarzt. Gleiches gilt für tiefere Wunden oder Schnittwunden im Gesicht.

 

Es wird alles wieder gut!

Trotz des ersten Schreckens, den man beim Anblick seines verletzten Kindes empfinden mag, sollten Kinder schnell beruhigt und getröstet werden. Zwar können gerade die eigentlich harmlosen Schürfwunden sehr schmerzhaft sein, weil durch die Art der Wunde viele Nervenenden freigelegt werden. Trotzdem ist die Quelle vieler Tränen häufig auch die Überraschung über das Geschehene oder ein Unverständnis, was da gerade passiert ist oder noch passiert.

Eltern sollten daher ruhig bleiben, um die Kinder nicht zusätzlich in Angst zu versetzen, wodurch die Schmerzreaktion ziemlich sicher noch gesteigert würde. Reden Sie stattdessen beruhigend auf das Kind ein und erklären Sie eventuell sogar, was passiert ist, warum es wehtut und was Sie tun werden, damit „alles wieder gut wird“.

 

Tödliche Gefahr: Wundstarrkrampf

Impfungen sind derzeit leider generell sehr umstritten – zu Unrecht! Besonders wichtig ist die Impfung gegen Tetanus. Denn Wundstarrkrampf, wie Tetanus auch heißt, kann bei Ausbruch mit erheblichen Komplikationen einhergehen und ohne Behandlung sogar tödlich verlaufen.

Die Erreger lauern vor allem in Erdreich, Tierkot oder auch auf rostigen Nägeln und gelangen selbst durch kleinste Verletzungen in die Blutbahn. Nach einer Impfung hält der Impfschutz rund 10 Jahre. Liegt die Impfung zum Zeitpunkt einer Verletzung länger als fünf Jahre zurück, kann eine Auffrischungsimpfung sinnvoll sein.

 

 

 

 

 

 

Startseite