Strahlentherapie bei Darmkrebs

 

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Strahlentherapie bei Darmkrebs

Alleine in Deutschland erkranken jährlich etwa 33.000 Männer und 28.000 Frauen an Darmkrebs. Damit ist Darmkrebs bei beiden Geschlechtern die dritthäufigste Krebserkrankung. Seit einigen Jahren ist die Sterblichkeit durch Darmkrebs allerdings kontinuierlich gesunken. Ein Grund für diese Entwicklung: Neuerungen in der strahlentherapeutischen Behandlung.

 

Allgemein kann man sagen, dass in den Industrieländern pro 100.000 Einwohner circa 50 Fälle von Darmkrebs auftreten. Damit meint man meist Krebs im Dickdarm, denn bösartige Tumore im Dünndarm sind sehr selten. Der Altersdurchschnitt liegt hier bei rund 70 Jahren. Generell tritt Darmkrebs aber bereits ab dem 50. Lebensjahr vermehrt auf, weshalb auch die Möglichkeit für Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen ab diesem Alter geschaffen wurde. Dabei können Tumore oder Vorstufen mithilfe eines Stuhltests, einer Tastuntersuchung oder einer Darmspiegelung erkannt und eventuell auch gleich entfernt werden.

 

Die Strahlentherapie kann auf unterschiedlichste Weise zum Einsatz kommen

Steht die Diagnose fest, wird für jeden Patienten ganz individuell die Behandlung geplant. Hierbei kann die Strahlentherapie auf mehrere Arten zum Einsatz kommen. Will man den Darmkrebs vor einer Operation verkleinern, wird eine länger angelegte kombinierte Strahlen- und Chemotherapie durchgeführt. Dies nennt sich „neoadjuvante Strahlentherapie“. Aber auch nach der Operation kann die Strahlentherapie zum Einsatz kommen, um eventuell im Körper verbliebene Tumorzellen doch noch abzutöten und einen Rückfall zu verhindern. Hier spricht man von einer „adjuvanten Strahlentherapie“. Soll der Krebs nicht mehr zerstört, sondern lediglich seine weitere Ausbreitung verhindert werden, greift man auf die „palliative Strahlentherapie“ zurück. Hier steht die Linderung der Symptome im Fokus der Behandlung.

 

Wie läuft eine strahlentherapeutische Behandlung ab?

Die Bestrahlung erfolgt in der Regel ambulant. Die eigentliche Sitzung dauert dabei lediglich ein paar Minuten. Spüren kann man die Bestrahlung nicht. Bestrahlt wird an vier oder auch fünf Tagen in der Woche. Die Anzahl der Sitzungen variiert jedoch und dauert zwischen fünf und sechs Wochen. Während der Bestrahlung und auch noch einige Wochen danach können Patienten unter Durchfall, Bauchschmerzen, einer Blasenentzündung oder Haut-

reizungen leiden. Manchmal werden daher auch Pausen eingelegt, um auf die Verfassung des Patienten oder der Patientin Rücksicht zu nehmen. Insgesamt ist die Strahlenbehandlung jedoch eine sehr wirkungsvolle und gut verträgliche Methode der Therapie.

 

Von Risikofaktoren und der Bedeutung der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung

Es gibt eine ganze Reihe von Risikofaktoren, die ein Auftreten von Darmkrebs unterstützen. Hierzu zählen zum Beispiel die jeweiligen Ess- und Trinkgewohnheiten sowie der Tabak- und Alkoholkonsum. Daneben können entzündliche Darmerkrankungen wie beispielsweise Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn die Entstehung von Darmkrebs ebenfalls fördern. Sollten einer oder mehrere dieser Risikofaktoren auf Sie zutreffen, sollten Sie die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung ab dem 50. Lebensjahr wahrnehmen. Deren Bedeutung spiegelt sich auch in den Zahlen wieder: Wird ein Tumor im Darm frühzeitig entdeckt, liegt die Heilungschance bei beachtlichen 95%. Je fortgeschrittener das Stadium des Tumors, desto geringer sind auch die Heilungschancen.

 

 

 

 

 

 

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