Eine kurze Geschichte des Lebertrans

 

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Eine kurze Geschichte des Lebertrans

Im Winter täglich ein Löffel, so war es noch bis hinein in die 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts üblich. Bei entsprechend resoluten Großeltern wurde diese Tradition manchmal sogar noch viele Jahre später gepflegt. Der Grund: die Angst vor Rachitis. Und der Geschmack? Der war immer gewöhnungsbedürftig, zurückhaltend ausdrückt.

 

Wertvoll und gesund sollte er sein. Und tatsächlich stecken in Lebertran einige Inhaltsstoffe, die sich positiv auf unseren Organismus auswirken. Neben beträchtlichen Mengen Vitamin D gehören zum Beispiel auch Vitamin A, E, Jod, Phosphor und Omega-3-Fettsäuren dazu. Knochenbrüche oder Störungen des Knochenwachstums wie Rachitis sollen hierdurch vermieden werden. Vor allem im während der Wintermonate sehr sonnenarmen Skandinavien setzte man schon früh auf Lebertran, um die Vitamin-D-Speicher aufzufüllen. Als große Verfechter des Lebertrans galten die Wikinger.

 

Wertvoll aber gewöhnungsbedürftig

Vielleicht ist hier auch der Ursprung des Irrglaubens zu finden, Lebertran werde aus dem Tran von Walen gemacht. In Wirklichkeit ist es vor allem der Dorsch, aus dessen Leber das reichhaltige Öl gewonnen wird. Weil sein Nutzen mittlerweile hinreichend bewiesen wurde, wird Lebertran auch heute noch konsumiert – allerdings meist in sehr geringen Konzentrationen und vermehrt in Kapselform, um dem berüchtigten Geschmack zu entgehen. Mittlerweile gibt es aber auch einige Varianten, teilweise mit natürlichen Aromen versetzt, deren Geruch und Geschmack dem Gaumen deutlich weniger abverlangen.          

 

 

 

 

 

 

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