Diabetes und Fasten

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Diabetes und Fasten

Fasten bedeutet nicht Hungern. Fasten kann vielmehr Krankheiten vorbeugen und auch eine heilende Wirkung haben. So können z. B. sogenannte Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes durch Fasten verbessert werden oder ganz verschwinden.

 

Jedoch ist es wichtig, dass sich Diabetiker vor einer Fastenkur von einem Diabetologen beraten lassen. Übergewichtigen Typ-2-Diabetikern wird generell dazu geraten abzunehmen. Denn mit der richtigen Ernährung, Bewegung und dem dadurch erzielten Gewichtsverlust können die Blutzuckerwerte in vielen Fällen verbessert bzw. normalisiert werden. Eine Gewichtsabnahme durch Fasten kann also viele gesundheitliche Vorteile mit sich bringen und zudem auch den Blutdruck normalisieren.

Fasten ist also eine umfassende Gesundheitsprophylaxe, hilft präventiv und therapeutisch gegen chronische Entzündungen, stärkt außerdem das Immunsystem und damit die Infektabwehr. Es aktiviert die Selbstheilungskräfte, erleichtert den Umstieg auf gesunde Ernährung und trägt dazu bei, zur Ruhe zu kommen. Der durch Fasten erzielte und gewünschte Gewichtsverlust kann durchaus langfristig sein.

 

Eine Fastenkur sollte nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen

Diabetiker sollten eine Fastenkur, oder auch Intervallfasten, generell unter Anleitung und Aufsicht durch den Arzt und/oder Ernährungsberater durchführen, da die Medikamente gut angepasst werden müssen, um Blutzuckerentgleisungen zu verhindern. Aus diesem Grund ist es auch äußerst wichtig, den Blutzucker während des Fastens häufiger zu messen. So lassen sich Stoffwechselentgleisungen wie eine Unter- oder Überzuckerung (Hypoglykämie oder Hyperglykämie), Ketoazidose sowie eine Dehydratation rechtzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten. Kohlenhydrate sollten stets griffbereit sein, um eine Hypoglykämie zu behandeln. Wenn Anzeichen einer Über- oder Unterzuckerung auftreten, sollte das Fasten unterbrochen werden.

 

Gemeinsam leichter fasten

Eine Fastenkur kann in einer Gruppe mit gemeinsamen Aktivitäten, z.B. beim Fastenwandern, durch gegenseitige Unterstützung und Motivation und ohne den üblichen Alltagsstress und Ablenkung oft leichter umgesetzt werden. Und fastende Diabetiker können in einer Gruppe oft auch besser betreut werden.

 

 

 

 

 

 

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