Reisen mit Inkontinenz

 

©LIGHTFIELD-STUDIOS_AdobeStock

 

Reisen mit Inkontinenz

Während die meisten Urlauber beim Schlendern in fremden Städten nach netten Lokalen Ausschau halten, suchen Menschen mit Inkontinenz nach öffentlichen Toiletten. Weil sie befürchten, nicht rechtzeitig ein stilles Örtchen zu finden, verzichten viele Betroffene auf eine Urlaubsreise. Das muss nicht sein.

 

Endlich Ferien und nichts wie weg! Für Menschen mit Blasenschwäche ist das nicht so einfach. Sie sehen der Urlaubszeit mit gemischten Gefühlen entgegen. Sie haben Angst nicht rechtzeitig eine Toilette zu finden. Denken, dass man die Inkontinenzeinlagen unter der luftigen Sommerkleidung sieht. Fürchten, ständig irgendwo einkehren zu müssen, um etwas zu konsumieren, damit sie die Toilette benutzen dürfen. Haben Angst, ihre Hilfsmittel unterwegs nicht kaufen zu können … Weil das stressig ist, verzichten viele Betroffene lieber ganz aufs Reisen oder schränken ihre sozialen Kontakte ein. Glücklicherweise haben sich die Zeiten geändert, dank der modernen Technologie. Heute hat fast jeder ein Mobiltelefon. Und dafür gibt es unzählige Apps, also Anwendungen oder Programme, die bestimmte Aufgaben erfüllen. Von Spielen über Nachrichten bis hin zu Übersetzungsprogrammen gibt’s eigentlich nichts, was es nicht gibt. Unter anderem gibt es verschiedene Apps, mit denen sich in einer fremden Stadt die nächstgelegene öffentliche Toilette finden lässt. Manche App gibt sogar an, ob diese kostenpflichtig ist oder kostenfrei genutzt werden kann. Die unbekannte Toilettensituation vor Ort ist also kein Grund, zu Hause zu bleiben. Mit etwas Planung lassen sich auch eventuelle Hürden bei der Anreise bewältigen.

 

Gute Planung spart Stress

Am einfachsten und unabhängigsten lässt sich eine Reise mit dem Pkw planen. Wenn Sie wissen, wie häufig Sie eine Toilette aufsuchen müssen, können Sie die Route entsprechend festlegen und die einzelnen Etappen anpassen. Im eigenen Fahrzeug lassen sich alle notwendigen Hilfsmittel, Medikamente, frische Unterwäsche und feuchte Tücher in ausreichender Menge mitnehmen. Selbst wenn unterwegs etwas nachgekauft werden muss, ist das heutzutage sogar in anderen Ländern unproblematisch. Denn mit einer Übersetzungsapp kann das Gewünschte nicht nur in die Landessprache übersetzt und bequem vor Ort erworben werden, auch die nächste Apotheke lässt sich so ganz einfach erfragen. Eine Liste mit dem entsprechenden Vokabular muss also heute im Vorfeld nicht unbedingt zusammengestellt werden – solange das Mobiltelefon auf Empfang ist, hat man ein Wörterbuch in der Tasche.

 

Genug trinken und Medikamente für den Notfall einpacken

Keinesfalls sollten Betroffene zu wenig trinken, um Toilettengänge „einzusparen“. Das wirkt sich an heißen Tagen fatal auf den Kreislauf aus und kann darüber hinaus zu einer Blasenentzündung führen. Gerade wenn es warm ist, sollte die normale Flüssigkeitsmenge sogar eher erhöht werden. Wer zu wenig trinkt, riskiert also nicht nur Kreislaufprobleme, sondern auch die Gesundheit seiner Nieren. Trinken Sie also ausreichend, aber verzichten Sie auf Getränke, welche die Blase anregen. Dazu gehören der tägliche Kaffee, koffeinhaltige Getränke und Alkohol.

 

 

 

 

 

 

Startseite