Vitalstoffe aus dem Garten

 

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Vitalstoffe aus dem Garten

Gärten können viel sein, zum Beispiel ein Abenteuerspielplatz für die Kleinen oder Rückzugsort für Ruhesuchende. Vor allem aber können Hobbygärtner ihn als Anbaufläche für Obst und Gemüse nutzen – darunter auch sogenanntes Superfood!

 

Viele Menschen wünschen sich derzeit etwas mehr Unabhängigkeit von globalen Lieferketten. Das gilt insbesondere auch für die Versorgung mit Nahrungsmitteln. Ein Garten ist in dieser Situation natürlich mehr als bloß willkommen, denn er ist gleichzeitig ein geschützter Rückzugsort. Der Ertrag ist dabei maßgeblich von den eigenen Ambitionen und botanischem Fingerspitzengefühl abhängig – und kann durchaus auch das ein oder andere heimische Superfood beinhalten.

 

Was ist überhaupt ein Superfood?

Als Superfood bezeichnet die Lebensmittelindustrie gerne Lebensmittel, die besonders reich an wichtigen Nährstoffen wie Mineralien oder Vitaminen sind. Geschützt ist der Begriff jedoch nicht, weshalb im Grunde jedes Lebensmittel zum Superfood werden kann, wenn es nur als solches beworben wird. Dennoch gibt es Gemüse, Obst und Co., das tatsächlich über hohe Anteile an wichtigen Nährstoffen, Spurenelementen oder sekundären Pflanzenstoffen verfügt und den Namen Superfood somit zu Recht trägt. Häufig handelt es sich dabei um Exoten, die im milden Klima hierzulande nicht angebaut werden können und deshalb eine lange Reise hinter sich haben, bevor sie in unserem Supermarkt landen. Beispiele hierfür sind Açai- und Goji-Beeren, Kurkuma, Kakao oder auch Papaya.

 

Manches Superfood gedeiht auch in heimischen Gärten

Schon länger werden Superfoods wegen ihrer schlechten Klimabilanz kritisiert. Und diese Kritik ist durchaus gerechtfertigt, denn zumindest ein Teil des Geschäftsmodells mit den Superfoods basiert auf ihrem Exotenbonus. Dabei gibt es auch in unseren Breiten Obst und Gemüse, dass sich die Bezeichnung Superfood verdient hat. Darunter fallen beispielsweise Heidelbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren, Rote Beete, Spinat, Petersilie, Grünkohl oder auch Basilikum. Ein weiterer Vorteil beim Anbau dieser Produkte ist die Tatsache, dass Sie ganz genau wissen, wie die Pflanzen behandelt wurden, ob und welche Pestizide oder Dünger Sie verwendet haben und wie lange der Weg vom Baum oder Busch bis hin zu Ihrem Esstisch war.

 

Ein Hoch auf das Hochbeet!

Eine gute Ergänzung für jeden Nutzgarten, oder manchmal auch der Beginn desselben, ist der eigene Kräutergarten. Viele der kleinen Pflänzchen schmecken nicht nur wunderbar würzig und sind äußerst vitaminreich, sondern haben darüber hinaus auch heilende Wirkung. So können Sie mit Petersilie, Dill, Borretsch, Pimpinelle, Rosmarin, Sauerampfer, Schnittlauch und Basilikum Ihre Speisen verfeinern, mit Pfefferminze, Fenchel, Hagebutte, Malve, Aloe vera und dem eher unbekannten Mädesüß aber allerlei Zipperlein lindern. Zum Anbau dieser Kräutermischung bietet sich ein Hochbeet an, denn das hat gleich mehrere Vorteile: Zunächst einmal ist ein Hochbeet ein Blickfang! Außerdem sind die Kräuter dort weitestgehend vor Nagetieren und anderen Bodenbewohnern geschützt. Und ganz nebenbei erleichtert die Höhe des Beetes die Pflege enorm. So können Sie ganz in Ruhe und ohne Rückenschmerzen zupfen, rupfen und am Ende hoffentlich auch genießen.

 

 

 

 

 

 

 

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