Wie oft muss man den Blutzucker messen?

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Wie oft muss man den Blutzucker messen?

Mit der Blutzucker-selbstkontrolle können Diabetiker Stoffwechselentgleisungen rechtzeitig erkennen und behandeln. Doch wie oft soll der Blutzucker gemessen werden?

 

Eine pauschale Antwort darauf gibt es nicht, da dies individuell unterschiedlich ist – bei dem einen Patienten genügen zwei Blutzuckermessungen am Tag, ein anderer misst den Blutzucker mehr als 10-mal täglich. Sowohl zu viele als auch zu wenige Messungen können ungünstig sein, da damit häufig keine optimale Blutzuckereinstellung erzielt wird. Die Harnzuckerkontrolle hat für die Selbstkontrolle hierbei keine Bedeutung.

 

Häufigkeit der Messungen hängt von der Therapie ab

Im Allgemeinen reicht eine Messung einmal wöchentlich aus, wenn noch keine Diabetesmedikamente benötigt werden. Diabetiker, die Tabletten einnehmen und einen regelmäßigen Tagesablauf sowie stabile Nüchternblutzucker aufweisen, sollten den Blutzucker jeden zweiten Tag messen und einmal pro Woche ein Tagesprofil mit insgesamt drei bis vier Messungen erstellen.

Bei einer Behandlung mit Tabletten und Insulin wird eine tägliche Messung empfohlen und ebenso einmal wöchentlich ein Tagesprofil. Insulinpflichtige Patienten sollten ihren Blutzucker viermal täglich kontrollieren.

 

Blutzucker auch situationsabhängig messen

Darüber hinaus gibt es bestimmte Situationen, die zusätzliche Blutzuckermessungen erfordern, wie Infektionskrankheiten, Operationen, Kortisontherapie, Schwangerschaft und die Neueinstellung. Grundsätzlich sollte jede Unterzuckerungssymptomatik (Hypoglykämie) durch eine Blutzuckermessung überprüft werden.

 

Wichtig: Aussagekräftiger sind Messungen zu verschiedenen Tageszeiten.

 

 

 

 

 

 

 

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