Kaum im Wasser, schon drückt die Blase

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Kaum im Wasser, schon drückt die Blase

Vermutlich haben auch Sie während der Sommermonate diese Erfahrung gemacht: Obwohl kurz zuvor am Strand oder Beckenrand noch alles völlig entspannt war, drückt die Blase, sobald Sie auch nur ein paar Minuten im Wasser waren. Mysteriös? Nicht wirklich.

 

Die Ursache für dieses Phänomen ist die veränderte Verteilung des Blutes im Körper, während wir im Wasser baden. Etwas ausführlicher: Im Wasser wirkt die Schwerkraft weniger stark auf uns, wodurch das Blut leichter zirkulieren kann. In der Folge konzentriert es sich stärker in der oberen Körperhälfte. Außerdem verengt der Wasserdruck die Gefäße in Armen und Beinen. Ist das Wasser dazu auch noch besonders kühl, sammelt sich das Blut zusätzlich im Zentrum des Körpers.

 

Druck ablassen durch Entwässern

 Dort drückt das Blut aber nun nicht auf die Blase, sondern auf das Herz. Das reagiert auf diesen scheinbar gestiegenen Blutdruck mit seinem eigenen Aktionsplan. Und der besagt, dass Druck aus dem System genommen werden muss, am besten in Form von Flüssigkeit. Pinkeln scheint da die einfachste Lösung zu sein. Beeinflussen lässt sich dieser Vorgang kaum. Selbst Taucher und Astronauten haben damit zu kämpfen. Heldenhaft ist Poolpinkelei aber trotzdem nicht. Gehen Sie lieber auf die Toilette. Ihre Mitbadenden werden es Ihnen hoffentlich danken und ebenso hygienebewusst handeln.

 

 

 

 

 

 

 

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