Lieber Daheim als im Heim

©-Robert-Kneschke

 

Lieber Daheim als im Heim

Rund zwei Drittel aller Seniorinnen und Senioren in Deutschland möchten im Alter weiterhin in den eigenen vier Wänden leben – und das möglichst unabhängig. Um diesen Wunsch auch tatsächlich umzusetzen, ist jedoch häufig eine Anpassung der Lebenssituation notwendig.

 

Einen alten Baum verpflanzt man nicht – wer hat diese Weisheit nicht auch schon irgendwann einmal gehört, als es um einen möglichen Umzug eines betagten Menschen ging. Und wirklich kann es ziemlich schwierig sein, sich trotz eines hohen Alters und den mit den Jahren eingefahrenen Verhaltensweisen irgendwo neu zurechtzufinden. Daheim kennt man jeden Winkel, jede Macke in den Leitungen, die Abläufe sind einem genauso vertraut wie die Wege in der Umgebung. Natürlich möchte man diese Vertrautheit nicht aufgeben.

 

Mit dem Alter steigen die Herausforderungen

Doch mit den Jahren nehmen üblicherweise auch die Gebrechen zu. Vielleicht ist man nicht mehr so gut zu Fuß, kann nur noch mit Mühe Treppen nutzen oder ist sogar auf einen Rollstuhl angewiesen. Auch der Gleichgewichtssinn lässt einen nun häufiger im Stich, sodass gerade im Badezimmer oder in Wohnräumen mit mehreren Ebenen allerlei Fallstricke lauern. Auch die Zubereitung des täglichen Essens kann Probleme bereiten, genauso wie das hin und wieder nötige Putzen. Denn auch wenn man sich etwas zurücknehmen und schonen kann, so ganz kommt man um all diese Baustellen kaum herum.

 

Eine Anpassung der Lebenssituation ist meist unumgänglich

Wer im Eigenheim wohnt, hat hier zumindest die Möglichkeit, die Lebenssituation entsprechend anzupassen, ohne sich mit dem Vermieter oder der Vermieterin einigen zu müssen. Das kann zum Beispiel die Wohnräume betreffen, vielleicht in Form einer Verbreiterung der Türen oder die Umgestaltung von Stufen zu kleinen Rampen. Auch im Badezimmer herrscht meist ein nicht geringer Anpassungsbedarf. Trotz aller Wünsche, unabhängig und eigenverantwortlich zu bleiben, kann auch ein zweites Paar Hände notwendig werden, das bei den täglichen Abläufen unterstützt. Dabei kann es sich um das Kochen und Putzen handeln, aber auch um den Einkauf beim nahen Supermarkt oder Unterstützung bei der Körperpflege. Möglichkeiten hierfür sind neben Haushaltshilfen auch angestellte Pflegekräfte oder Pflegedienste.

 

Wie kann das alles finanziert werden?

Eine Frage, die sich angesichts all dieser Faktoren fast zwangsläufig stellt, lautet: Wie soll man das alles bezahlen? Eine Möglichkeit ist die staatliche Unterstützung, die jedoch an bestimmte Voraussetzungen gekoppelt ist. Fragen Sie hierzu einfach bei Ihrer Krankenversicherung nach, dort wird man Ihnen alle wichtigen Informationen geben können. Eine andere Möglichkeit ist die Finanzierung aus der eigenen Tasche – die abhängig von den Kosten aber ziemlich tief sein muss. Entsprechende Liquidität könnte man durch einen Kredit erlangen.

 

Oder, bei einem Eigenheim, durch einen sogenannten Immobilien-Teilverkauf, bei dem Sie einen prozentualen Anteil an Ihrer Immobilie verkaufen, aber alleiniger Nutzer bleiben. Kommt eine solche Option für Sie infrage, sollten Sie sich ausgiebig über die einzelnen Anbieter informieren – und sich auch von Ihrer Bank, Ihrem Rechtsbeistand und/oder den Verbraucherzentralen beraten lassen, um das für Sie beste Angebot zu finden.

 

 

 

 

 

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