Bessere Luft!

 

 

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Bessere Luft!

Gute 78% Stickstoff, fast 21% Sauerstoff und etwa 1% andere Gase – das ist die Zusammensetzung unserer Atemluft. Zumindest wäre sie das im Idealfall. Denn tatsächlich schwirren in der Luft, die wir in unsere Lungen saugen, allerlei andere Dinge herum.

 

Und damit sind nicht etwa zwitschernde Vögel und brummende Insekten gemeint, sondern Viren, Bakterien, Pilzsporen und viele andere Substanzen, mit denen unser Körper so seine liebe Last haben kann. Um diese ungewünschten Bestandteile aus unserer Atemluft herauszufiltern, gibt es sogenannte Luftwäscher.

Die Luft gehört niemandem. Alle Menschen können sie nutzen, ohne dafür zahlen zu müssen. Und das ist nicht nur ethisch richtig so, sondern auch wirtschaftlich von Bedeutung. Denn jeden einzelnen Tag „veratmet“ ein jeder und eine jede von uns in etwa 12.000 Liter Luft. Legt man nun spaßeshalber einmal den Preis für einen Liter Trinkwasser hierzulande zugrunde, also durchschnittlich 0,2 Cent, dann käme man auf tägliche Luftkosten von 24 Euro, rund 8.760 Euro im Jahr!

 

Umsonst, aber kostbar!

Doch obwohl unsere Atemluft ein Allgemeingut ist, das uns nichts kostet, hat saubere Luft durchaus ihren Wert. Das merken wir insbesondere dann, wenn sie verschmutzt wird. Glücklicherweise arbeiten Wissenschaftler seit Jahrzehnten an Luftfiltern, die unser aller Luft sauber halten sollen.

Manche haben wahrhaft gigantische Ausmaße und sollen Schadstoffe aus der Abluft ganzer Fabriken herausfiltern. Andere sind deutlich kleiner dimensioniert und dienen dazu, die Atemluft unserer Automobile aufzubereiten.

 

Von Beruf Luftwäscher?

Relativ neu sind jedoch Luftfilter, die die Atemluft innerhalb einzelner Räume säubern sollen. Vor allem während der Corona-Pandemie der letzten Jahre gewannen solche „Luftwäscher“ an Bedeutung. Ob beim Arbeiten im Großraumbüro, beim Besuch öffentlicher Ämter, während des Ausharrens im Wartezimmer der Hausarztpraxis, oder auch in manch einem Privathaushalt – Geräte, die zuvor nur einer gefühlten Handvoll Menschen bekannt waren, stachen nun Jeder und Jedem ins Auge.

 

Gegen Schadstoffe und Gestank

Zum Einsatz kommen dabei unterschiedliche Funktionsweisen: neben hochentwickelten Aktivkohlefiltern, die vor allem bei Pollen und Sporen gute Ergebnisse liefern sollen, gibt es auch Systeme, die mithilfe von UV-Licht Pathogene zerstören sollen. Ein weiterer Ansatz ist die sogenannte Kaltplasma-Technologie, bei der ionisiertes Gas die Oberfläche von Bakterien, Schimmelpilzen, Viren und anderen biochemischen Schadstoffen angreift und dadurch zerstört. Aber nicht nur Schadstoffen soll es an den Kragen gehen. Manche Anbieter werben auch damit, ihre Geräte könnten Haushaltsgerüche von der Essenszubereitung, dem Rauchen oder Haustieren neutralisieren.

 

Auf einen langen Atem!

Einen Vorteil haben aber all diese Geräte gemein: Man benötigt keinerlei Desinfektionsmittel, die Mensch oder Umwelt zusätzlich belasten könnten.

Bleiben also nur noch zwei Dinge zu wünschen übrig: erstens, dass wir unsere Luft in Zukunft nicht noch weiter mit Schadstoffen verpesten, und zweitens, dass nicht irgendein Wahnsinniger auf die Idee kommt, Atemluft mit einem Preisschild zu versehen.

 

 

 

 

 

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