Früherkennung durch Sprache

 

 

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Früherkennung durch Sprache

 

Schon Babys begreifen, dass die Dinge um sie herum einen Namen haben, und sie möchten sich verständlich machen. Ab ca. neun Monaten bilden die meisten von ihnen einfache Silben wie „dadada“, „baba“ oder „mamama“. In welchem Ausmaß und Tempo sie das machen, ist gerade in den ersten beiden Lebensjahren sehr verschieden.

 

Aber um den zweiten Geburtstag herum haben die meisten Kleinkinder einen Wortschatz von weit über hundert Wörtern und bilden die ersten Zwei- und Mehrwortsätze.

 

Hegen Eltern den Verdacht, dass sich ihr Kind in sprachlicher Hinsicht langsamer entwickelt als die meisten gleichaltrigen Kinder, sollten sie sich nicht mit einem „Das wächst sich aus“ vertrösten lassen. Besser ist es, das Hörvermögen des Kindes durch einen HNO-Arzt sowie den Sprachentwicklungsstand durch einen Logopäden, Psychologen oder eine andere geschulte Fachkraft untersuchen zu lassen. Denn je früher mögliche Probleme erkannt werden, desto besser kann man negativen Folgen wie etwa allgemeinen Entwicklungsverzögerungen oder Lernbehinderungen vorbeugen.

 

Meist liegt Sprachverzögerungen bei Kindern aber keine medizinische Ursache zugrunde sondern, schlicht und einfach: zu wenig persönliche Kommunikation und zu viel Medienkonsum. Deshalb legt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Eltern 10 einfache Tipps ans Herz:

  • Vorsingen und gemeinsam singen.
  • Fingerspiele, Kniereiter und Reime.
  • Gemeinsam Bilderbücher anschauen.
  • Viel vorlesen.
  • Viel mit dem Kind sprechen.
  • Das eigene Handeln sprachlich begleiten.
  • Gemeinsam spielen.
  • Das Kind korrigieren, indem man die sprachlich korrekte Formulierung beiläufig noch einmal wiederholt.
  • Babysprache nur in Maßen verwenden
  • Dem Kind aufmerksam zuhören und es mit Fragen zum Sprechen ermuntern.

 

 

 

 

 

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