Wohnen im Alter

Helfer im Alltag

Das Problem ist seit einigen Jahren bekannt: Egal, ob zuhause, in Krankenhäusern oder Senioreneinrichtungen, es fehlen Pflegekräfte. Umso wichtiger ist es vielen Menschen, möglichst lange autonom und mobil in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben. Gut, dass es mittlerweile allerlei Hilfsmittel gibt, um eventuelle Defizite bei Kraft, Koordination und Konzentration auszugleichen.

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, ob Ihnen Hilfsmittel den Alltag erleichtern können? Es muss ja nicht gleich der eigene Pflegeroboter sein, der wie der kleine Androide R2-D2 aus „Der Krieg der Sterne-Reihe“ um einen herumscharwenzelt – obwohl man in Japan, dem Land auf der Welt mit der ältesten Bevölkerung, genau diesen Weg geht. Hilfsmittel können auch ganz einfache Vorrichtungen wie Haltegriffe im Bad, Geh- und Stützhilfen, Schwellenrampen für Türen, oder Sitzerhöhungen für die Toilette sein. Aber natürlich auch Treppenlifte, Elektromobile, oder Hebevorrichtungen für die Badewanne.

Einmal dran gewöhnt, dann nicht mehr wegzudenken

Das Angebot der Hilfsmittel für den Alltag ist also keineswegs nur für Seniorinnen und Senioren gedacht. Auch durch Krankheiten und Behinderungen können an sich einfache Dinge des Alltags zu einer echten Herausforderung werden. Zugegeben: Vielleicht ist man zu Beginn skeptisch ob dieser Veränderung und beäugt sie eher kritisch. Das kann vor allem dann der Fall sein, wenn man die Notwendigkeit noch nicht so deutlich vor Augen sieht. Hat man sich aber erst einmal an die Gehhilfe gewöhnt, oder ist der Weg die Treppe hinauf ohne den Treppenlift gar nicht mehr zu schaffen, dann wird das einst beargwöhnte Hilfsmittel plötzlich zum unverzichtbaren Helfer.

Hilfsmittel gibt es in unterschiedlichster Form und Komplexität

Hilfsmittel werden in bestimmte Kategorien eingeteilt. Unter anderem gibt es orthopädische Hilfsmittel wie der klassische Gehstock, der Treppenlift oder Elektromobile; medizinische Hilfsmittel wie Blutdruck- oder Blutzuckermessgeräte; Hilfsmittel zur Körperpflege wie Duschhocker, Sicherheitsgriffe, oder Liftsysteme für die Badewanne sowie technische Hilfsmittel wie Hausnotrufsysteme oder Ortungssysteme für Demenzkranke.

Viele Möglichkeiten der Kostenübernahme

Wurde die Notwendigkeit eines Hilfsmittels ärztlich festgestellt, werden die Kosten hierfür meist von der gesetzlichen Krankenkasse oder der privaten Krankenversicherung übernommen. Bei sogenannten Pflegehilfsmitteln, die die häusliche Pflege ermöglichen oder erleichtern sollen, springt meist die Pflegekasse ein. Voraussetzung hierfür ist jedoch die anerkannte Pflegebedürftigkeit. Fragen Sie am besten bei Ihrer Krankenkasse oder Versicherung nach, unter welchen Voraussetzungen für welche Hilfs- oder Pflegemittel die Kosten übernommen werden. Dort wird man Ihnen auch sagen können, wie Sie ein bestimmtes Hilfsmittel bzw. die Kostenübernahme dafür beantragen können. Sogar die Stromkosten für elektrische Hilfsmittel können unter Umständen erstattet werden.

Scheuen Sie sich also nicht vor Veränderungen. Hilfsmittel sind keineswegs die sprichwörtlichen „Krücken“, sondern ein Weg, damit Sie Ihr Leben in bestmöglicher Qualität genießen können!

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