Gefährliches Sirren …

In manchem südlichen Hotelzimmer zeigen winzige Mückenleichen an den Wänden, oft in Kombination mit einem ebenso winzigen getrockneten Blutströpfchen, dass hier schon viele Schlachten geschlagen wurden. Opfer gab es vermutlich auf beiden Seiten. Denn auch wenn der Mensch die zarten Mücken mühelos erschlägt, können die kleinen Stecher doch erheblichen Schaden anrichten. Nicht selten übertragen sie als Dank für die Blutmahlzeit Krankheitserreger.

West-Nil-, Dengue-, Chikungunya- und Gelbfieber, Malaria, Japanische Enzephalitis oder Zika-Virus-Infektionen gehören zu den mückenübertragbaren Krankheiten. Bedingt durch den Klimawandel fühlen sich Mücken, die es bislang hier nicht gab, mittlerweile auch in Europa und sogar in Deutschland heimisch.

Die Tigermücke, die Dengue- und Chikungunya-Fieber oder Zika übertragen kann, wurde schon 2007 in Deutschland nachgewiesen. Im September 2019 wurde der erste Fall einer in Deutschland erworbenen West-Nil-Fieber Infektion bekannt. Grund genug, sich nicht nur in südlichen Ländern die Stechmücken vom Leib zu halten.

Mücken fernhalten

  • Mücken haben einen guten Geruchssinn, sie reagieren auf den im Schweiß enthaltenen Ammoniak sowie auf Butter- und Milchsäure. Ein einfaches Mittel ist deshalb regelmäßiges Duschen. Am besten mit einem Zitrusduft.
  • Ätherische Öle wie beispielsweise Minze, Lavendel oder Zitronenmelisse zum Auftragen auf die Haut überdecken den menschlichen Körpergeruch und halten Mücken auf Abstand. Bei Reisen in Risikogebieten werden Mückenabwehrmittel (sogenannte Repellents) mit Diethyltoluamid empfohlen. Zwar sind sie Gesundheit nicht ganz unproblematisch. Sie sind aber im Vergleich zu Malaria oder anderen gefährlichen mückenübertragbaren Krankheiten das kleinere Übel.
  • Da Mücken dunkle Kleidung bevorzugen, bietet leichte, helle Kleidung, die den Körper bedeckt, besseren Schutz. Also lange Kleider, Hosen und Ärmel. Das gilt in Europa ebenso wie in den Tropen.
  • Einfach und effizient sind Mückennetze, sowohl als Moskitonetz über dem Bett als auch als Gitter vor dem Fenster.
  • Da Mücken ihre Eier in stehenden Gewässern ablegen, sollten Sie in Risikogebieten Seen und Teiche meiden. Im Garten sollten sämtliche Gegenstände oder Behälter, in denen sich Wasser sammelt regelmäßig geleert, mückendicht bedeckt oder ganz verbannt werden. Teiche mit Fröschen oder Fischen, die Insekten vertilgen, stellen kein Risiko dar. Das Wasser in Vogeltränken sollte
    täglich erneuert werden.
  • Duftlampen, Räucherspiralen, Räucherkegel oder das Räuchern mit Kaffeepulver sollen helfen Mücken im Garten oder auf dem Balkon zu vertreiben. 100% Sicherheit bieten sie aber nicht.

Im Garten, auf der Fensterbank oder auf dem Balkon versprechen Kräuter wie Minze, Lavendel, Rosmarin, Basilikum und Melisse, aber auch Tomaten die Mücken abzuschrecken.

Die letzten beiden Tipps können außerdem helfen, Wespen vom Kaffeetisch fernzuhalten, sie mögen den Geruch von Zitronen, Kaffeepulver und Räucherwerk ebenfalls nicht. Für sie gibt es aber auch mechanische Wedel beziehungsweise Ventilatoren, deren rotierende Blätter es den Fluginsekten verleiden soll, auf dem Kuchen zu landen.

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