Viel Bewegung in der Hitze – Krampfgefahr!

Der Mineralstoff Magnesium lagert vor allem in den Knochen und in der Skelettmuskulatur. Er ermöglicht es Nerven und Muskelzellen, elektrische Impulse weiterzuleiten. Außerdem hilft er dabei, die Körperzellen mit Energie zu versorgen. Fehlt Magnesium, verkrampfen die Muskeln leichter.

Da der Körper Magnesium nicht selbst produzieren kann, ist er auf eine regelmäßige Zufuhr angewiesen: 300 bis 400 mg sollten es täglich sein, informiert die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Das ist nicht viel, und wer sich vollwertig ernährt, ist normalerweise gut versorgt. Es gibt aber auch Situationen, in denen es an Magnesium mangeln kann, erläutert Harald Seitz vom Bundeszentrum für Ernährung. So beispielsweise nach einer langanhaltenden Diät zur Gewichtsreduzierung, im Zuge chronischer Magen-Darm-Krankheiten, bei Einnahme von Medikamenten zur Entwässerung oder auch nach starkem Alkoholgenuss. „Auch wenn man viel Sport treibt und ins Schwitzen kommt, kann es mal knapp werden.“ Als gute Quellen für Magnesium empfiehlt er Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Milch und Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Gemüse – und in Maßen auch Bitterschokolade. „Vor allem im Sommer ist es auch gut, magnesiumreiches Mineralwasser zu trinken. Achten Sie auf das Etikett: Es sollte mindestens 100 mg Magnesium pro Liter enthalten.“ Bei einem erhöhten Bedarf – etwa durch Sport oder Schwangerschaft – können auch Nahrungsergänzungsmittel in Form von Magnesium-Drinks oder -Pulver sinnvoll sein. Sie sollten aber möglichst mit viel Flüssigkeit aufgenommen werden.

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