29. September – Welt-Herz-Tag 2023!

Kommt das Herz ins Stocken oder hört es sogar ganz auf zu schlagen, ist der Mensch in Lebensgefahr. Mancher Tod wäre abzuwenden, wenn jeder wüsste, wie man einen Herzinfarkt erkennt, was im Notfall zu tun ist oder wie man ihm durch seine Lebensweise
vorbeugt. Um darüber aufzuklären, wurde im Jahr 2000 der Weltherztag ins Leben gerufen. Er findet am 29. September statt.

Herzinfarkt und Schlaganfall gehören rund um den Globus zu den häufigsten Todesursachen. 80% dieser Todesfälle könnten jedoch vermieden werden, wenn die Menschen herzgerecht leben würden. Es gibt einige Risikofaktoren, die zu einem Infarkt führen können. Manche lassen sich nicht vermeiden, andere schon. So sind etwa Männer häufiger betroffen als Frauen, ein höheres Lebensalter steigert das Risiko; ebenso eine genetische Disposition. Doch die Entscheidung, zu rauchen, sich fett- und kalorienreich zu ernähren oder bewegungsfaul zu sein, trifft jeder für sich selbst. Fett- und kalorienreiche Nahrung führt häufig zu Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck – klassische Risikofaktoren für einen Herzinfarkt.

Lebensbedrohlicher Stillstand – immer ein Fall für den Notarzt


Hört das Herz auf zu schlagen, kommen Sauerstoff- und Nährstoffversorgung aller Organe zum Erliegen. Schuld sind meist Blutgerinnsel, die ein Herzkranzgefäß verstopfen. Oft ist der Querschnitt des Blutgefäßes durch Ablagerungen aus Fett und Kalk schon verringert. Kommt der Blutfluss zum Erliegen ist Eile geboten. Denn unbehandelt führt ein Herzinfarkt fast immer zum Tod. Auch wenn eine verstopfte Blutbahn nicht innerhalb von sechs Stunden wieder durchlässig gemacht wird, führt das zu irreparablen Schäden. Das Herz verliert dauerhaft seine Leistungsfähigkeit. Bei einem Herzinfarkt muss sofort der Notarzt alarmiert und der Patient im Krankenhaus fach-
gerecht behandelt werden.

Die Zeichen erkennen

Gefahr ist im Verzug, wenn plötzlich starke Schmerzen in der Brust auftreten, die in die Arme, den Rücken oder den Bauch ausstrahlen, außerdem Atemnot oder ein sogenanntes „Vernichtungsgefühl“ – zumindest, wenn es sich um einen Mann handelt. Bei Frauen können sich diese Symptome zwar ebenfalls zeigen, doch sind ihre Infarktsymptome oft indifferenter, wie etwa Schmerzen im Oberbauch, ein Schwächegefühl, Nacken-, Rücken- oder Kieferschmerzen. Deshalb wird ein Herzinfarkt bei Frauen oft nicht erkannt oder nicht ernst genommen. Zu den weiteren Symptomen eines Herzinfarkts zählen Engegefühl in der Brust, Paniktattacken, Übelkeit und Erbrechen oder Schwindel. Es gibt auch sogenannte stumme Herzinfarkte, hier haben Diabetiker ein erhöhtes Risiko. Ein stummer Infarkt bleibt unbemerkt, schädigt das Herz aber ebenso. Und es drohen weitere Infarkte, Herzmuskelstörungen, Herzinsuffizienz oder gar plötzlicher Herztod. Manchmal zeigen sich
diese stummen Infarkte nur durch allgemeines Unwohlsein, Müdigkeit, Energiemangel oder Schwächegefühl. Treten diffuse Symptome auf, sollte man sie immer bei einem Arzt abklären lassen.

Vorbeugen

Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung sind die Basis der Herzgesundheit. Daneben sollte man aufs Rauchen verzichten, auf ein normales Körpergewicht achten und regelmäßig Blutfett- und Blutzuckerwerte sowie den Blutdruck checken lassen. Außerdem tragen auch regelmäßiger Schlaf und Stressabbau sowie eine ausgeglichene Psyche zu einem gesunden Herzen bei.

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