Nahrung fürs Haar

Ein wichtiger Faktor für gesundes Haar wird bei all dem Hype um Shampoos, Spülungen und Kuren oft unterschätzt: die Ernährung. Dabei können Vitamine und Mineralstoffe kleine Wunder bewirken.

Wer den Morgen mit einer Schüssel Haferflocken in Müsli oder Porridge beginnt, spendiert Haar und Kopfhaut gleich eine gute Portion Biotin, das Stoffwechsel und Zellwachstum aktiviert und zur Neubildung von Haarwurzeln beiträgt.  Auch der hohe Zinkgehalt von Haferflocken fördert die Haarpracht, denn Zink unterstützt das Zellwachstum und trägt zur Entstehung von Keratin und Kollagen bei – zwei wichtigen Bestandteilen der Haare. Last but not least ist Hafer ein Getreide, das besonders viel Eisen enthält. Damit der Körper das besser aufnimmt, sollte man immer etwas Vitamin C-haltiges dazu essen – in Porridge oder Müsli zum Beispiel etwas Obst.

Oder auch Kürbiskerne. In denen steckt allerhand Zink, und darüber hinaus verfügen Kürbiskerne über essenzielle Fettsäuren, die vor Trockenheit schützen. Ebenso freuen sich die Haare über ein Frühstücks-Ei oder Omelette, denn auch Eier sind reich an Biotin – und sie sind überdies eine hervorragende Protein- also Eiweißquelle. Das Protein Keratin ist ein Grundbaustein der Haarfasern – und wie elastisch und widerstandsfähig unsere Haare sind, hängt davon ab, wie intakt die Struktur von deren Fasern ist.

Im Laufe des Tages können Möhren – als Rohkost mit Dip, als Salat oder im Gemüse-Auflauf – dazu beitragen, dass die Haare glänzender und kräftiger werden. Sie enthalten viel Beta Carotin, das vom Körper in Vitamin A umgewandelt wird. Dieses fettlösliche Vitamin, auch als Retinol bekannt, unterstützt das Haarwachstum und wirkt sich positiv auf die Fettzusammensetzung in den Follikeln aus, in denen die Haare heranwachsen.

Das Vitamin C – auch Ascorbinsäure genannt – in der Möhre spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau von Aminosäuren, den Grundbausteinen der Haarproteine. Es ist unter anderem auch bei der körpereigenen Herstellung von Kollagen beteiligt. Eine ideale Ergänzung zur Möhre ist der Brokkoli. Er enthält reichlich Eisen – Eisenmangel ist vor allem bei Frauen häufig eine Ursache für Haarausfall – , aber auch Kalium, Calcium, Zink, Natrium, B-Vitamine, Vitamin E und Vitamin C.  Roh liefert der Brokkoli die meisten Nährstoffe, aber auch gedünstet ist er noch immer eine gute Vitaminquelle. Auch alle Arten von Linsen und Bohnen versorgen den Körper mit viel pflanzlichem Eiweiß, Zink, Biotin, Eisen und Magnesium.

Gesunde Fette sind im wahrsten Sinne des Wortes Balsam fürs Haar, sie machen es geschmeidig und glänzend. Besonders viele wertvolle Omega-3-Fettsäuren stecken in – idealerweise schonend gedünstetem oder gegrillten – Lachs. Omega-3-Fettsäuren finden sich aber auch genügend in vegetarischen Lebensmitteln wie in Nüssen oder Nussölen. Walnüsse beispielsweise liefern reichlich Omega-3-Fettsäuren und obendrein Biotin.

Schließlich wird Hirse wegen ihres hohen Mineralstoffgehalts als Wundermittel für Haare, Haut und Nägel angepriesen. Vor allem die in ihr enthaltene Kieselsäure unterstützt das Haarwachstum, bindet Feuchtigkeit und trägt zur Elastizität der Haare bei. Aber auch andere Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine in der Hirse stärken die Haarpracht.

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