Motorische Störungen

Zwischen 12 und 18 Monaten dauert es, bis ein Kind zu laufen beginnt. Und am Anfang seiner Karriere als Zweibeiner kommt es noch häufig aus dem Gleichgewicht. Laufen ist ein hochkomplexer Prozess. Das spüren irgendwann auch viele Senioren, die plötzlich nicht mehr sicher auf den Beinen sind.

Solange alles gut und automatisch funktioniert, ist es einem Erwachsenen kaum bewusst, wie kompliziert das Laufen ist. Koordination der Bewegungen, Gleichgewicht, räumliche Orientierungsfähigkeit und schnelle Reaktionsfähigkeit gehören zu den Voraussetzungen dafür, dass die Fortbewegung fließend wird. Bei vielen älteren Menschen schränken nicht nur Gelenkprobleme, muskuläre Defizite oder Bewegungsschmerzen die Bewegungsmöglichkeiten ein. Auch Schlaganfälle oder Gehirnblutungen können durch die Schädigung des zentralen Nervensystems die Motorik stark einschränken, oft auch die kognitive Leistungsfähigkeit. Hinzu kommen nicht selten Medikamente, die schwindelig machen, etwa weil sie den Blutdruck stark absenken. Das kann zu gefährlichen Situationen im Verkehr, aber auch im Haushalt führen. Je älter der Mensch wird, umso größer wird sein Unfallrisiko.

Wer im Alter mobil und unabhängig bleiben will, sollte darum frühzeitig die Weichen stellen. In Form bleiben heißt die Devise. Das stärkt die Muskeln, schenkt mehr Bewegungssicherheit und hält den Geist fit. Schwerwiegende motorische Störungen können so verzögert werden.

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