Tiere als Helfer gegen Vereinsamung

In der Lebensphase des Älterwerdens nehmen Haustiere wie Hunde und Katzen eine bedeutende Stellung ein, denn sie verringern Gefühle von Einsamkeit und sorgen bei alleinlebenden Personen für ein gutes Sicherheitsgefühl.

Tiere fördern soziale Kontakte
In unserer Gesellschaft sind Menschen vor allem mit zunehmendem Alter oft einsam, sodass ein Haustier ein wichtiger Mitbewohner und Sozialpartner sein kann. Die Zuwendung durch ein Haustier, z. B. eine Katze, die auf dem Schoß sitzt, oder ein Hund, der sich streicheln lässt und ein treuer Begleiter ist, vermittelt Wohlbefinden und psychische Stabilität. Auch fördern Tiere die Kontaktaufnahme zu anderen Menschen. Der positive Einfluss von Tieren auf die körperliche und emotionale Gesundheit ist bereits vielfach beschrieben, wobei diese Wirkungen unterschiedlich zustande kommen. So kommt es über eine Senkung des Blutdrucks, der Puls- und Herzfrequenz zu einer Muskelentspannung und damit zu einer
allgemeinen Entspannung.

Wissenschaftliche Studien belegen zudem, dass der Kontakt mit Haustieren Angstgefühle, Schmerzen, depressive Verstimmungen, Stresssymptome und Müdigkeitserscheinungen reduziert und gleichzeitig die Energie steigern und die Stimmung aufgrund euphorisierender Effekte verbessern kann.

Samtpfoten sind am beliebtesten
Katzen haben als das beliebteste Haustier die Nase vorn. Hunde motivieren zwar zu mehr Bewegung – so manch älterer Mensch würde ohne Hund das Haus/die Wohnung kaum verlassen –, die täglichen Spaziergänge mit Hunden sind für ältere Menschen jedoch oft schwierig zu bewältigen, da sie eventuell nicht nicht mehr so gut laufen können. Hunde müssen jedoch mindestens zweimal, besser dreimal täglich Gassi gehen.

Voraussetzungen im Umgang mit Tieren
Häufig ist ein Haustier der wichtigste soziale Begleiter für ältere Menschen. Tiere spenden einsamen Menschen Liebe und Trost und fördern deren Lebensfreude maßgeblich. Wer ein Haustier hat, ist daher meistens fröhlicher und glücklicher. Damit auch die Tiere glücklich sind, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. So sollten Haustiere regelmäßig geimpft, entwurmt und untersucht werden. Außerdem brauchen Vierbeiner Pausen und Rückzugsorte. Und auch die Menschen, die sich mit den Tieren beschäftigen, dürfen keine Krankheiten haben, mit denen sich umgekehrt das Tier anstecken könnte. Wer also an akuten infektiösen Erkrankungen leidet, die über Schmier- oder Tröpfcheninfektion übertragen werden, sollte, solange er krank ist, auf den Kontakt mit Tieren verzichten. Beachtet werden muss außerdem, dass die finanziellen Kosten z. B. für Futter und Tierarzt abgedeckt sein müssen. Daher muss die artgerechte Betreuung der Haustiere z. B. durch Angehörige stets gewährleistet sein, damit einsame oder alleinlebende Menschen durch den Kontakt mit ihren geliebten Haustieren fröhlicher, motivierter und optimistischer sind und bleiben.

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